Schlafapnoe


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Auf diesen Seiten möchten wir Sie über Schlafapnoe informieren.

Eine Krankheit, die man nicht sieht, aber hört. Eine Krankheit, die Schäden verursacht.
Eine Krankheit, die man ganz einfach mit dem Begriff "Schnarchen" ignoriert und verdrängt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie aktiv an diesen Seiten teilnehmen.

Wir möchten Ihnen helfen, sprechen Sie mit uns.

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist ein Beschwerdebild, das in der Regel durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird und in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie einer Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet ist. Die etymologisch korrekte Aussprache ist "Apno-ë" (griechischer Wortstamm), während Ärzte auch häufig den Begriff zu "Apnö" eindeutschen.

Die Atemstillstände führen zu einer Sauerstoff-Unterversorgung und zu wiederholten Aufweckreaktionen (als automatische Alarmreaktion des Körpers), die von den Betroffenen jedoch meist nicht bewusst wahrgenommen werden. Die Folge der Aufweckreaktionen ist ein nicht erholsamer Schlaf, was zu der typischen, ausgeprägten Tagesmüdigkeit führt. Das Schlafapnoe-Syndrom zählt zu den Dyssomnien und somit zu den medizinisch bedeutsamen Schlafstörungen.

- Artikel Schlafapnoe-Syndrom. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. März 2008, 08:33 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schlafapnoe-Syndrom&oldid=4328... (Abgerufen: 6. März 2008, 00:50 UTC)

Schlafapnoe ist eine im öffentlichem Bewustsein noch recht neue und daher wenig bekannte aber nichtsdestotrotz tückische Krankheit. Auf unseren Seiten wollen wir Ihnen einen Leitfaden an die Hand geben, um zu lernen, wie man mit dieser Krankheit umgehen kann und welche Anlaufstellen es dazu in unserer Region gibt.

Angebot der AWO-SHG Dillenburg

Gemeinsam sind wir stärker

Wir sind von Schlafapnoe Betroffene, die auf ärztlichen Rat nur noch mit Unterstützung der Atmung durch ein Überdruckgerät (nCPAP) schlafen sollen. Diese einschneidende Maßnahme bringt große und kleine Veränderungen in unserem Leben mit sich. Handhabung und Technik, Pflege von Mensch und Maschine, medizinischer Fortschritt, Partnerschaftsfragen und manches weitere beschäftigen uns ganz anders als zu einer Zeit, in der wir von all dem keine Ahnung hatten.

Ein wichtiges Forum, in dem man gemeinsam die angedeuteten Problemkreise anschauen, von anderen lernen und seine eigenen Erkenntnisse weitervermitteln kann, ist unsere Selbsthilfegruppe (SHG) .

Bei Informations- wie Beratungsveranstaltungen unterstützen wir uns gegenseitig.

Wir freuen uns über jedes aktive Mitglied in der Gruppe, aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit sich ohne Bindung und Verpflichtung zu treffen und auszutauschen. Unsere Veranstaltungen sind grundsätzlich offen. Betroffene, Angehörige, alle Interessierten sind dabei willkommen.

Arbeit und Schlafapnoe

Arbeitgeber

Schlafapnoe, häufig unerkannt und daher nicht behandelt, führt zu erheblichen Folge- und Begleiterkrankungen wie z.B.:
Bluthochdruck, Herz - Rhythmus - Störungen, Herzinfarkt, Schlaganfall etc..
Vielfach belächelt und unter der Rubrik 'Schnarchen tut doch jeder' abgetan, wurde diesem Krankheitsbild jahrelang nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die absolut not-wendig ist.
Patienten, die sich an ihren Arzt wenden, um ihre Tagessymptomatik zu besprechen, warten in der Regel sehr lange, oft zu lange. Unkonzentriertheit, Schläfrigkeit am Tage, Antriebslosigkeit bis hin zu dadurch hevor gerufenem, veränderten Verhalten, sind Begleiterscheinungen unbehandelter Schlafapnoe.
Das hat Folgen!
Hohe Krankenstände, allein durch die Begleit- und Folgeerkrankungen unbehandelter Schlafapnoe sind zu verzeichnen und belasten die Betriebe.
Unfallgefahren durch gehäufte Verkehrsunfälle sind seit langem bekannt. Hierauf hat selbst das Bundesverkehrsministerium reagiert, indem es die Teilnahme von Personen am Straßenverkehr für unbehandelte Schlaf-apnoiker für alle Führerscheinklassen ausschloss.
Da bekannt ist, dass sich unter der regelmäßigen Therapie die Umstände der Patienten wieder normalisieren, sind behandelte Schlafapnoiker zur Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen. Allerdings nur unter der Voraussetzung regelmäßiger Kontrolle.
Neben Verkehrsunfällen, die Leib und Leben auch Unbe-teiligter gefährden und immensen Schaden hervorrufen, treten gehäuft Unfälle am Arbeitsplatz auf. Vor allem bei monotoner Tätigkeit, z.B. Fließbandarbeiten.
Durch mangelnde Vigilanz hervorgerufene Produktionsausfälle sind mit Sicherheit ebenso zu verzeichnen, wie Kalkulationsfehler etc..
Man rechnet mit ca. 4 % Betroffener allein in der männlichen Bevölkerung Deutschlands. Bei Frauen liegt die Quote bei ca. 2 %. Davon ist der größte Teil im arbeitsfähigen Alter und mit einiger Sicherheit auch motorisierter Verkehrsteilnehmer.
Neben den - bei Behandlung vermeidbaren - Arbeits-unfähigkeitzeiten treten solche auf, die durch unnötige Krankenhausbehandlung dieser Krankheit entstehen.
So ist bekannt, dass in weit über 75 % der Fälle eine Krankenhausbehandlung medizinisch nicht indiziert ist.
Es gibt ambulante / teilstationäre Alternativen, deren Qualität und Kosteneffizienz seit Jahren erwiesen ist. Trotzdem werden Patienten gleichwohl 'gezwungen' ein Krankenhaus aufzusuchen, obwohl ihr Arzt es nicht für notwendig hält und sie selbst es nicht wünschen.
Die Folge: weitere, unnötige Au - Zeiten, deren Kosten auch ein Arbeitgeber zu tragen hat.
In Zahlen von 1995 betrugen die betriebswirtschaftlichen Kosten eines Tages AU Durchschnittlich ca. DM 640,00; die volkswirtschaftlichen Kosten beliefen sich pro Tag der AU auf ca. DM 1.300,00. (Bundesamt f. Arbeitsschutz).
Arbeitgeber sollten sich gegenüber Krankenkassen für die ambulante Variante stark machen. Die Diagnostik und Therapie der Schlafapnoe ist eine kassenärztliche Leistung, die von den Krankenkassen gezahlt werden muß.
Die Entsprechende Entscheidung des Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen ist seit langem gefallen.
Die der POLYDORM - Gruppe angehörenden Ärzte sind zu Durchführung dieser Leistung berechtigt und verfügen über Einrichtungen, die den durch den Bundesausschuss bereits 1995 ausgesprochenen Anforderungen.
Qualität, Durchführbarkeit und Kosteneffizienz wurden u. a. durch den MDS (Med. Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen) und die Universität Magdeburg ("Schlafapnoe - ein gesundheitsökonomisches HTA"), erstellt im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums, bestätigt.
Ihre GKV - versicherten Mitarbeiter sollten im Zuge der Kostenreduzierung und für den Erhalt von Arbeitsplätzen die gleichen Möglichkeiten wahrnehmen können, wie ihre privat versicherten Kollegen.

Erkennen

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie auch an Schlafapnoe leiden? Die folgende Liste mit typischen Symptomen kann Ihnen einen ersten Anhaltspunkt geben. Ob Sie tatsächlich zur Gruppe der Schlafapnoiker gehören, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt klären.

Merkmale der Schlafapnoe - Symptome:

* Lautes, unregelmäßiges Schnarchen
* Ständige Müdigkeit
* Einschlafzwang am Tag
* Verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit
* Konzentrationsschwäche
* Nervosität, Gereiztheit
* Kopfschmerzen
* Albträume
* Depressionen
* Sexuelle Störungen, Impotenz
* Bettnässen bei Kindern
* Schwindelanfälle
* Persönlichkeitsänderungen
* Nächtliches Schwitzen
* und vieles mehr

Gehören Sie zu den Betroffenen oder haben Sie beruflich oder in Ihrem Umfeld mit Schlafapnoikern zu tun? Dann informieren Sie sich z.B. beim Hausarzt, Pneumologen (Lungenarzt), HNO, den Selbsthilfegruppen auf der Webseite des VdK-Fachverbands Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen!

Schlaf-Apnoe-Syndrom, Schlafapnoe-Syndrom, Schlafapnoesyndrom, Schlafapnoe, SAS Definition

Schlaf-Apnoe-Syndrom, Schlafapnoe-Syndrom, Schlafapnoesyndrom, Schlafapnoe, SAS
Definition

Das Schlaf-Apnoe-Syndrom ist eine Störung der Schlaf-Wachregulation und gekennzeichnet durch Atemstörungen während des Schlafs. Es kann zu Atempausen kommen, die etwa zehn bis dreißig Sekunden andauern und mehr als zehnmal pro Stunde Schlaf auftreten. In Deutschland leiden ca. 800.000 Menschen unter dem Schlaf-Apnoe-Syndrom. Besonders betroffen sind Männer ab dem 40. Lebensjahr, die zudem unter Übergewicht leiden.

Ursachen

In Abhängigkeit der Ursachen wird das Schlaf-Apnoe-Syndrom in zwei große Gruppen unterteilt: Zum einen können die Atemwege durch eine Verengung behindert sein (obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom, OSAS). Dies geschieht beispielsweise im Rahmen von vergrößerten Rachenmandeln, Veränderungen der Nasenscheidewand, einer anlagebedingt vergrößerten Zunge etc. Im weiteren Verlauf verkümmert die Schlundmuskulatur und die Atmung wird noch stärker behindert.
Zum anderen kann die Atmung durch eine Störung in den übergeordnete Atemzentren im Gehirn (im verlängerten Rückenmark) oder aufgrund von Erkrankungen der Lunge, des Herzens oder der Muskulatur beeinträchtigt werden.
Verhältnismäßig ist jedoch die obstruktive, verengende Atemstörung mit etwa 90 Prozent der Fälle der wichtigere ursächliche Faktor.

Symptome

Das Schlaf-Apnoe-Syndrom zeichnet sich nachts durch lautes, unregelmäßiges Schnarchen und plötzliche Atemaussetzer aus, denen ein geräuschvolles, heftiges Luftschnappen folgt. Während der Atempausen sinkt die Herzfrequenz und der Sauerstoffgehalt des Blutes nimmt ab. Der Kohlendioxidgehalt des Blutes steigt hingegen. Diese Steigerung löst eine verstärkte Atemarbeit aus, die zu einer reflexbedingten Aufweckreaktion mit Öffnung der Atemwege und einem lauten Schnarchgeräusch führt. Herzschlag und Sauerstoffsättigung normalisieren sich wieder bis zum nächsten Aussetzer. Als Folge der nächtlichen Atemaussetzer leiden die Betroffenen tagsüber unter Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Abgeschlagenheit und Leistungsbeeinträchtigung, da der natürliche Schlafzyklus erheblich gestört wird, obwohl der Patient selbst nachts nichts von den Aussetzern bemerkt. Auch Kopfschmerzen treten auf, sowie eine erhöhte Reizbarkeit und Potenzstörungen. Langfristige und gefährliche Folgekrankheiten sind Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns.

Diagnostik

Da der Betroffene selbst oft nichts über sein nächtliches Schlafverhalten aussagen kann, ist eine Partnerbefragung sinnvoll. Wird ein Schlaf-Apnoe-Syndrom vermutet, kann sich der Patient einer ambulanten Schlafüberwachung unterziehen, die einem Langzeit-EKG vergleichbar ist. Eine Einweisung in ein Schlaflabor kann wichtig sein, um u.a. Schnarchgeräusche, Herz- und Atemfrequenz sowie die Sauerstoffsättigung des Blutes zu messen. Anhand dieser gemessenen Werte kann eine geeignete, weitere Behandlung angeordnet werden.

Auswirkungen

Die Auswirkungen des Schlaf-Apnoe-Syndroms sind vielfältig und differenziert. Sie reichen von Beeinträchtigungen des Tagesablaufs, die sich in Unkonzentriertheit, Müdigkeit, plötzlichen Schlafattacken während monotoner Tätigkeiten und erhöhter Reizbarkeit äußern, bis zu höchst gefährlichen Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck sowie einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns aufgrund der Atemstillstände. Herzinfarkte und Schlaganfälle sind demnach häufige Todesursachen von Schlaf-Apnoe-Patienten.

Therapie

Anfangs steht die Behandlung der Grunderkrankungen bzw. die Vermeidung und das Ausschalten der begünstigenden Risikofaktoren im Vordergrund.
Da insbesondere übergewichtige Personen betroffen sind, ist eine Gewichtsabnahme in den meisten Fällen schon sehr hilfreich. Ebenso sollte auf Reizstoffe wie Alkohol, Nikotin und den Genuss von fettem Essen kurz vor dem Schlafengehen verzichtet werden. Um einen optimalen Schlafrhythmus zu gewährleisten, sollte man auf regelmäßigen und vor allem ausreichenden Schlaf achten. Ebenso ist eine Änderung der Schlafposition angezeigt. So ist die Seitenlage der Rückenlage vorzuziehen; auch eine Hochlagerung des Oberkörpers wirkt sich günstig aus. Bei schweren Fällen können zusätzlich zu diesen Maßnahmen Medikamente angeordnet werden. Vor allem Theophyllin, das allerdings nur für eine gewisse Zeit eine geeignete Wirkung erzielt, ist hierbei angezeigt.
Bestehen organische Probleme, wie z.B. vergrößerte Gaumenmandeln, so können auch operative Maßnahmen in Betracht kommen, bei den meisten Patienten ist allerdings eine Atemmaske das Mittel der Wahl. Über diese Maske werden die Patienten nachts mit einem Druck beatmet, der gewährleistet, dass die Atemwege im Schlaf nicht kollabieren. Es sind derzeit zwei Gruppen von Atem- bzw. Nasenmasken auf dem Markt: Zum einen reichen bei den meisten Betroffenen die nCPAP-Masken (nasale continous positive airway pressure) aus, bei denen ein gewisser Druck für die Einatmung eingestellt wird.
Manche Patienten erfordern allerdings zwei speziell eingestellte Atemdrücke - jeweils für die Ein- und Ausatmung. Dieses System wird BIPAP (bilevel positive airway pressure) bezeichnet.
Falls diese nächtliche Beatmungsbehandlung nicht ausreicht, können spezielle Kieferschienen helfen, die die Atemwege offen halten. Weitere Möglichkeiten bieten kieferchirurgische Verfahren.

Prophylaxe

Als Vorbeugung gegen das Schlaf-Apnoe-Syndrom sind eine Gewichtsabnahme, der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Schlafmittel, regelmäßige, ausreichende Schlafenszeiten, Schlafen in Seitenlage und das Vermeiden von schweren Mahlzeiten vor dem Schlafengehen zu nennen. Die Einhaltung dieser Maßnahmen führt schon zu einer Verringerung der Schlafstörungen. Da über 80 Prozent der Betroffenen übergewichtig sind, ist eine Gewichtsreduzierung sicherlich ein erster Schritt, um dieser Erkrankung vorzubeugen.

Bemerkungen

Leitlinieninformationen sind unter folgender URL zu finden:
http://www.awmf-leitlinien.de/.

Weitere hilfreiche Informationen finden Sie unter: http://www.dgsm.de/.

Literatur:
Checkliste Innere Medizin, Thieme (2003); Checkliste Pneumologie, Thieme (2000); Neurologie, Springer, 2. Auflage (2006); Innere Medizin, Urban & Fischer, 3. Auflage (2003); Innere Medizin, Herold (2008).

ac/aa/kr/rm; aktualisiert: 03/2008

Glossar

A
APAP

Als APAP (auch autoCPAP) bezeichnet man die automatische Zufuhr eines Luftstromes, der an die individuelle Atmung des Patienten angepasst ist.
ApneaLink

ApneaLink ist ein handliches und sehr effizientes Gerät, um schlafbezogene Atmungsstörungen zuverlässig festzustellen. ApneaLink wird ganz einfach zuhause angewendet, die erfassten Daten liefern einen individuellen und eindeutigen Risikoindikator.
Apnoe

Der medizinische Ausdruck für den Atemstillstand. „Apnoe” kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Windstille”
Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI)

Anzahl der Apnoen und Hypopnoen pro Stunde, im Verhältnis zueinander und Messgröße für den Schweregrad der Schlafapnoe
Apnoeindex (AI)

Anzahl der Apnoen pro Stunde
Arousal

Bei der Schlafapnoe kommt es während des Schlafes zu Atemaussetzern, die vom Gehirn registriert und durch eine Weckreaktion (Arousal) überwunden werden.
Atmung

Unter Atmung (lat.: Respiration) versteht man allgemein den aeroben, das heißt Sauerstoff verbrauchenden Abbau (Dissimilation) von Stoffen. Dieser Abbau dient der Energiegewinnung, gleichzeitig wird Kohlendioxid abgegeben.
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B
Bilevel

Als Bilevel-Therapie bezeichnet man das Therapieverfahren, bei dem die Luft über die Atemmaske in zwei verschiedenen, fest eingestellten Druckstufen zugeführt wird. Dies ist besonders bei Patienten mit hohem Druckbedarf erforderlich.
Bluthochdruck (Hypertonie)

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist international definiert als Erhöhung des Blutdrucks auf mindestens 140/90 mmHg. Bei 90 Prozent der Betroffenen lässt sich keine Ursache für die erhöhten Blutdruckwerte feststellen. Man spricht von einer primären oder essentiellen Hypertonie. Bei den übrigen zehn Prozent ist die Hypertonie eine Folge von bestimmten Grunderkrankungen oder Medikamenten (sekundäre Hypertonie).
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C
Cheyne-Stokes-Atmung (CSA)

Bei der Cheyne-Stokes-Atmung handelt es sich um eine periodische Apnoe, also Atemstillstände in gleichmäßigen Abständen. Deshalb wird diese Atmung auch als periodische oder zyklische Atmung bezeichnet. Dabei kommt es zu einem regelmäßig wiederkehrenden An- und Abschwellen der Atmung: Die Atemzüge werden immer flacher und flacher, bis sie nach einer Atempause von manchmal mehr als zehn Sekunden wieder tiefer werden, bis hin zu äußerst angestrengten Atemzügen. Zusätzlich kann sich dabei auch die Atemfrequenz verändern.
CPAP

Die CPAP-Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure) ist eine intensivmedizinische Beatmungsform, bei der die eigene Atmung des Patienten notwendig ist. CPAP gehört zu den rein spontanen Ventilationsformen. Das heißt, das Gerät steuert die Atmung nicht, sondern unterstützt sie: Es wird ein kontinuierlicher Luftstrom zugeführt, der eine Art „Säule” in den oberen Atemwegen bildet und somit ein Verschließen der Atemwege verhindert.
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D
Depression

Depression ist eine Erkrankung, die mit Niedergeschlagenheit sowie körperlichen und psychischen Störungen einhergeht. Das können beispielsweise Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und Verdauungsstörungen sein. Schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden derzeit an einer behandlungsbedürftigen Depression – in Deutschland sind das etwa vier Millionen Menschen.
Diabetes mellitus

Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Es werden hauptsächlich zwei Diabetesformen unterschieden: Typ-1-Diabetes beginnt meist in der Jugend und hat seine Ursache in einer Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen. Typ-2-Diabetes betrifft dagegen meist ältere Menschen. Er beginnt langsam und beruht auf einer zunehmenden Unempfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Insulin.
Dyspnoen

Dyspnoe (auch: Dispnoe) ist der medizinische Fachausdruck für Atemnot oder Luftnot, einen Zustand von Luftmangel, den ein Kranker in Ruhe oder bei leichter Belastung empfindet. Die beschleunigte Atmung im Rahmen körperlicher Anstrengung wird von gesunden Menschen meist nicht als Luftnot empfunden und beschrieben.
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E
Entsättigung

Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut.
Epworth Schläfrigkeitsskala (ESS)

Die Epworth Sleepiness Scale (ESS) ist ein Kurzfragebogen zur Erfassung der Tagesschläfrigkeit, in dem die Wahrscheinlichkeit für das Einnicken bzw. Einschlafen in acht typischen Alltagssituationen erfragt wird. Er kann allgemein bei Schlafstörungen, speziell bei Hypersomnien, eingesetzt werden. Mit dem Fragebogen wird die subjektiv erlebte Tagesschläfrigkeit erfasst, und er dient als Hinweis für das Vorliegen einer Hypersomnie. Darüber hinaus eignet er sich auch zur Verlaufs- bzw. Erfolgsmessung (z.B. bei CPAP-Patienten)
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F
Flusslimitierung, Flusslimitation (FL)

Unter Flusslimitierung versteht man den teilweisen Verschluss der oberen Atemwege, der in der Regel vor dem Schnarchen bzw. einer Apnoe auftritt. Sie ist oftmals das erste Zeichen für das bevorstehende Kollabieren der Atemwege.
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H
Herzinfarkt

Der Herzinfarkt oder Myokardinfarkt ist eine akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens. Eine in der Humanmedizin gebräuchliche Abkürzung ist AMI (acute myocardial infarction). Es handelt sich um Absterben oder Gewebsuntergang (Infarkt) von Teilen des Herzmuskels (Myokard) auf Grund einer Durchblutungsstörung (Ischämie), die in der Regel länger als 20 Minuten andauert.
Herzinsuffizienz (CHF)

Herzinsuffizienz ist ein in der Medizin häufig gebrauchter Begriff und beschreibt das Unvermögen des Herzens, im Blutkreislauf die vom Körper benötigte Blutmenge zu fördern.
Herzrhythmusstörung

Unter einer Herzrhythmusstörung (einer Arrhythmie) versteht man eine Störung der normalen Herzschlagfolge, verursacht durch nicht regelrechte Vorgänge bei der Erregungsbildung und -leitung im Herzmuskel.
Hypersomnie

Der Begriff bedeutet „übermäßiges Schlafen”. Die Betroffenen leiden unter einem gesteigerten Schlafbedürfnis, fühlen sich aber am nächsten Tag trotzdem müde und erschöpft.
Hypopnoe

Verminderung der Atemfrequenz und folgender Entsättigung von mindestens drei Prozent.
Hypoxie

Als Hypoxie bezeichnet man einen Sauerstoffmangel im Blut oder im Gewebe von Organismen. Das vollständige Fehlen von Sauerstoff wird als Anoxie bezeichnet.
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I
invasiv

In der medizinischen Diagnostik oder Therapeutik werden solche Methoden als invasiv (Vase) bezeichnet, die in den Körper oder ein Körpergefäß eindringen, also z.B. eine Biopsie oder ein Abstrich der Nasenschleimhaut.
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K
Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße. Wenn der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, nimmt er Schaden und es entstehen Schmerzen in der Brust (Angina pectoris). Vor allem bei erhöhtem Sauerstoffbedarf des Herzens durch körperliche oder seelische Belastungen kommt es zu den Beschwerden. Bei manchen KHK-Patienten können die Schmerzen auch nur gering sein oder ganz ausbleiben.
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M
Mundleckagen

Wenn die Atem-Maske nicht richtig sitzt, können Leckagen auftreten – eine Austrocknung der Nasen- und Mundschleimhaut.
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N
nCPAP

Englische Abkürzung für nasal continuous positive airway pressure. Es beschreibt die Zufuhr von Luft durch die Nase.
nicht-invasiv

In der medizinischen Diagnostik oder Therapeutik werden solche Methoden als nicht-invasiv bezeichnet, die nicht in den Körper oder ein Körpergefäß eindringen, also z. B. eine Sonographie- oder Röntgenuntersuchung – aber auch die CPAP-Therapie
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O
Obstruktion

Als Obstruktion wird der Verschluss der oberen Atemwege beim Einatmen bezeichnet, das Hauptsymptom der obstruktiven Schlafapnoe.
Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

Die OSA ist eine Atmungsstörung mit Verschluss der Luftwege. Dazu kommt es, wenn beim Einatmen der Rachen so sehr verengt wird, dass keine Luft mehr hindurch strömen kann. Die Ursache für diesen Verschluss sind stark erschlaffte Muskeln im Mund- und Rachenraum.
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P
Polygraphie (PG)

Die Polygraphie ist eine ambulante Untersuchung des Schlafes einer Person. Dabei werden Atemfluss, Schnarchgeräusche, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz und Puls, Körperlage sowie Bauch- und Brustbewegung aufgezeichnet.
Polysomnographie (PSG)

Die Polysomnografie, auch Polysomnographie, stellt die umfangreichste Untersuchung des Schlafes einer Person dar. Mit dieser Technik werden mehrere unterschiedliche Körperfunktionen kontinuierlich während der ganzen Nacht überwacht. In der Regel geschieht dieses stationär in einem Schlaflabor. Mit Hilfe der Aufzeichnungen kann ein individuelles Schlafprofil erstellt werden, das fast immer eine präzise Diagnose von Schlafstörungen ermöglicht.
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R
Rapid Eye Movement (REM)

Rapid Eye Movement (auf deutsch „schnelle Augenbewegung”) ist eine Schlafphase, die unter anderem durch Augenbewegungen und lebhaftes Träumen gekennzeichnet ist.
REM-Schlaf

Der REM-Schlaf wird auch Traumschlaf genannt und zeichnet sich durch eine drastische Abnahme der Muskelspannung und eine faktische Lähmung aus. Weitere charakteristische Merkmale sind eine unregelmäßige Atmung, eine erhöhte Herzfrequenz und schnelle Augenbewegungen. Während dieses Stadiums kommt es zu lebhaften Träumen, die eine komplexe Symbolik aufweisen.
Ruhelose-Beine-Syndrom (RLS)

Ruhelose-Beine-Syndrom, auch Restless-Legs-Syndrom (RLS) genannt, ist eine neurologische Erkrankung mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in den Beinen (selten auch in den Armen), häufig einhergehend mit unwillkürlichen Bewegungen.
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S
Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS)

Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) ist der Überbegriff für die verschiedenen möglichen Formen von Atmungsstörung, die während des Schlafs auftreten können. Dazu zählt vor allem die obstruktive Schlafapnoe (OSA), die etwa 80 Prozent der SBAS ausmacht.
Schlafapnoe

Die Schlafapnoe ist ein Beschwerdebild, das in der Regel durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird und in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie eine Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet ist.
Schlafstörungen

Schlafstörungen, ungenau auch als Schlaflosigkeit bezeichnet, sind Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten. Sie werden eingeteilt in Schwierigkeiten beim Einschlafen, Störungen des Durchschlafens, Vorzeitiges Erwachen, Übermäßiges Schlafen (Hypersomnie), Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, Schlaflosigkeit (Insomnie, Asomnie), Schlafwandeln (Mondsucht, Somnambulismus), Albträume.
Schlaganfall

Der Schlaganfall (Apoplex) ist – nach Herzerkrankungen und Lungenkrebs – die dritthäufigste Todesursache in Deutschland, ein Fünftel der über 65-Jährigen ist davon betroffen. Auslöser ist ein plötzlicher Gefäßverschluss oder eine Blutung im Bereich des Gehirns.
Schnarchen

Mit Schnarchen bezeichnet man ein knatterndes Geräusch, das in den oberen Atemwegen eines schlafenden Menschen erzeugt wird. Schnarchen oder Rhonchopathie heißt auch die durch das Geräusch hervorgerufene Schlafstörung. In der Schlafmedizin spricht man auch vom Upper Airway Resistance Syndrom (UARS), bei dem im Gegensatz zum obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS) nur ein zeitweiliger Verschluss der oberen Atemwege vorliegt, der aber ebenso zu Hypoxie (Sauerstoffmangel) führen kann, ebenso wie zu Arousals (Aufweckreaktionen) und in Folge zu Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen. Mit zunehmendem Alter schnarchen rund 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Bei jüngeren Menschen liegen diese Zahlen erheblich niedriger.
Screening

Screening ist der englische Begriff für „Voruntersuchung”. Ein Risiko-Screening bedeutet die Ermittlung des individuellen Krankheitsrisikos für die jeweilige Krankheit.
Sekundenschlaf

Sekundenschlaf ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Müdigkeitsattacken. Hierbei handelt es sich um ein ungewolltes Einnicken für mehrere Sekunden.
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U
Überdruckbeatmung

Auch CPAP-Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure) genannt, ist eine intensivmedizinische Beatmungsform, bei der die eigene Atmung des Patienten notwendig ist. CPAP gehört zu rein spontanen Ventilationsformen. Das heißt, das Gerät steuert die Atmung nicht, sondern unterstützt sie: Es wird ein kontinuierlicher Luftstrom zugeführt, der eine Art „Säule ” in den oberen Atemwegen bildet und somit ein Verschließen der Atemwege verhindert.
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Z
Zentrale Schlafapnoe

Die Atemaussetzer werden durch das Gehirn gesteuert. Der vom Gehirn ausgehende Reflex, die Atmung während des Schlafes fortzusetzen, bleibt aus. Syndrome mit ausschließlich zentralen Apnoen sind sehr selten, weniger als zehn Prozent aller Patienten sind davon betroffen.
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Schlafstörungen Definition

Schlafstörungen
Definition

Die amerikanische Fachgesellschaft für Schlafstörungen zählt achtzig verschiedene Formen und Ursachen für beeinträchtigten Schlaf. Diese lassen sich grob nach ICD-10 in sechs Gruppen einteilen:
Ein- und Durchschlafstörungen (G47.0), Krankhaft gesteigertes Schlafbedürfnis (G47.1), Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (G47.2), Schlafapnoe (G47.3), Narkolepsie/Kataplexie (G47.4) und Sonstige (G47.5).
Ungefähr jeder vierte Deutsche bräuchte eine Behandlung wegen einer Schlafstörung, ein Viertel aller Verkehrsunfälle ereignen sich aufgrund von Schläfrigkeit und knapp drei Millionen Bundesbürger nehmen regelmäßig Schlafmittel ein.
Die Häufigkeit von Schlafstörungen steigt mit dem Alter an. Etwa die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre leidet an einer Schlafstörung.

Ursachen

Zu den wichtigsten Ursachen - v.a. von Ein- und Durchschlafstörungen - zählen sicherlich psychische bzw. soziale Probleme. Ängste und Sorgen, das "Gedankenkreisen", sind fast jedem Menschen als Schlafverhinderer bekannt.
Häufig sind auch körperliche Erkrankungen für veränderte Schlafgewohnheiten verantwortlich. Schlafstörungen sind eine der häufigsten Begleitsymptome bei Krankheiten fast aller Art.
Leicht nachvollziehbar ist auch die Störung des Schlafes durch psychiatrische Erkrankungen wie etwa Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen. Überhaupt spielen Genussmittel wie Alkohol oder Rauchen eine große Rolle in der Entstehung mangelhaften Schlafs, ebenso Medikamente und Drogenmissbrauch. Der Schlaf kann jedoch auch ohne ersichtlichen Grund schwer gestört sein. Ursachen für solche "reinen" Schlafstörungen werden noch erforscht.
Sogenannte Parasomnien, d.h. Aktivitäten wie Schnarchen, Zähneknirschen, ständige Bewegungen (z.B. beim Restless-legs-Syndrom), Alpträume, Schlafwandeln etc. verhindern ebenfalls einen erholsamen Schlaf.
Eine Sonderstellung nimmt das Schlafapnoesyndrom ein, welches zu starker Tagesmüdigkeit führt, da während des Schlafs häufiger kurze Atemstillstände auftreten. Betroffen sind in der Regel übergewichtige, männliche "Schnarcher".
Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus können durch jegliche Form von konstanter Veränderung der Schlafenszeit hervorgerufen werden. Unter solchen sind Schlafprobleme wegen Schichtarbeit, langen Flugreisen (Jet-Lag), gewohnheitsmäßige Verlagerung der Schlafphasen nach hinten (Nachtmensch) oder vorne (Frühaufsteher) zu verstehen.
Sehr selten sind Schlafkrankheiten wie die Narkolepsie und Kataplexie, Schlafanfälle und Dämmerzustände tagsüber bzw. Sturzanfälle bei emotionalen Ereignissen. Hier sind wahrscheinlich Hirnstoffwechselveränderungen zuständig. Ebenso beim äußerst seltenen Kleine-Levin-Syndrom, bei dem es zu tagelangen Schlafphasen mit anschließenden Essattacken kommt.

Symptome

Schlafstörungen können sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Ein Teil der Erkrankten (v.a. Schlafapnoepatienten) bekommt von der eigentlichen Schlafbeeinträchtigung nichts mit, beklagt aber ihre Folgen wie Tagesmüdigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrations- und Leistungsschwäche oder Kopfschmerzen.
Vielen wird aber besonders nachts ihre Störung quälend bewusst, weil sie nicht einschlafen, öfter aufwachen oder den Schlaf zu früh beenden.
Von Einschlafstörungen spricht man, wenn jemand beim Versuch einzuschlafen regelmäßig über eine halbe Stunde wach liegt, von Durchschlafstörungen, wenn er regelmäßig vor Ablauf von sechs Stunden von selbst aufwacht.
Das wichtigste Symptom von Schlafstörungen und letztendlich bestimmend für ihre Diagnose sind allerdings die Folgen, wie oben beschrieben. Schlafbedürfnis und -gewohnheit sind starken individuellen Schwankungen unterworfen und es kann durchaus sein, dass sich jemand mit fünf Stunden Schlaf pro Tag hervorragend fühlt.

Diagnostik

Für die Diagnose ist es ratsam, zunächst organische Ursachen und psychiatrische Erkrankungen als Ursache der Schlafstörung auszuschließen.
Bei einer leichten Schlafstörung kann das Führen eines so genannten Schlafprotokolls dem Arzt helfen, ungünstige Schlafgewohnheiten und -bedingungen aufzudecken. Zur Bestimmung der Art von Schlafstörung können Fragebögen eingesetzt werden.
Bei schweren Schlafstörungen, etwa mit starker Schläfrigkeit am Tage, ist die Einweisung in ein Schlaflabor sinnvoll. Dort schläft der Betroffene unter Beobachtung von Ärzten.
Zur genauen Abklärung der Störung der einzelnen Schlafphasen kann u.a. die Messung der Gehirnströme mittels Elektroenzephalographie (EEG) vorgenommen werden.

Auswirkungen

Bei schweren und mittelgradigen Schlafstörungen kann es zu stärkeren Leistungs- und Konzentrationsschwächen kommen. Neigt der Betroffene dazu, am Tag einzuschlafen, kann dies zu außerordentlichen Gefahren wie etwa zum sogenannten Sekundenschlaf beim Autofahren führen. 25% der Verkehrsunfälle passieren aus diesem Grund.
Langzeitschäden durch Schlafstörung sind nicht zu erwarten, in der Regel erholt sich der Schlafgestörte nach Beseitigung seines Leidens innerhalb kurzer Zeit vollständig.
Die Einnahme von Schlafmitteln sollte nur auf Anraten eines Arztes erfolgen, da diese Medikamente oft süchtig machen.

Therapie

Die Behandlung von Schlafstörungen richtet sich nach deren Ursachen. Liegt eine organische Erkrankung zugrunde, wird diese vorrangig behandelt. In diesem Sinne muss z.B. auch das Schlafapnoesyndrom spezifisch behandelt werden, zunächst durch Gewichtsreduktion, dann durch weiterführende Maßnahmen.
Bei leichteren Schlafstörungen empfiehlt sich zur Verbesserung des Schlafs die optimale Gestaltung des Schlafumfelds und das Erlernen einer Entspannungstechnik wie etwa autogenes Training. Bleibt die Störung auch nach Vermeidung ungünstiger Schlafgewohnheiten bestehen, kann auch eine psychologische Begleitung das Leiden mindern.
Die Nutzung der Heilpflanzen Baldrian, Hopfen, Lavendel oder Melisse als Tropfen, als Tee oder auch als Bad vor dem Einschlafen kann, am besten nach ärztlicher Verordnung, eine Verbesserung der Beschwerden bewirken.
Bei schweren Schlafstörungen und hohem Leidensdruck kann die Gabe von schlafanstoßenden Medikamenten, wie z.B. Chloralhydrat oder Zoplicon, kurzfristig unterstützend wirken. Benzodiazepine sollten aufgrund der Suchtgefahr und Nachwirkungen allenfalls kurzzeitig genutzt werden.

Prophylaxe

Zur Vorbeugung von Schlafstörungen sollten v.a. auslösende Faktoren im Alltag vermieden werden. Auf Alkohol, Koffein, Nikotin, Sport oder größere Mahlzeiten sollte etwa vier Stunden vor dem Zubettgehen verzichtet werden. Kleine Milchproduktmahlzeiten können allerdings förderlich wirken.
Reizüberflutung in den Abendstunden, wie etwa langes Fernsehen - vor allem bei Kindern - sollte vermieden werden. Auch das Weglassen von Tagesschlaf, wie z.B. dem Mittagsschlaf, kann sich günstig auswirken. Die Einhaltung eines regelmäßigen Schlafrhythmus, auch am Wochenende, begünstigt einen gesunden Schlaf.
Der Schlafgestörte sollte darauf achten, das Schlafumfeld optimal zu gestalten (dunkel, lärmgeschützt, aufgeräumt) und andere Tätigkeiten (lesen, fernsehen, essen) möglichst in einem anderen Raum vorzunehmen. Das Bett sollte nicht Lebensraum sondern Schlafraum sein.

Bemerkungen

Die Internetanschrift der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung lautet: http://www.dgsm.de/.
Weitere Anschriften:
http://www.schlafmedizin.de.
Informationen zu Selbsthilfegruppen finden Sie unter:
http://www.schlafstoerungen-online.de/.

Literatur:
Berger, M., Riemann, D. (Hrg.): Handbuch des normalen und gestörten Schlafs. Berlin: Springer 1992; Checkliste Neurologie, Grehl/Reinhardt, Thieme, 3. Aufl., 2005; Neurologie, Poeck/Hacke, Springer, 12. Aufl., 2006; Praxisleitfaden Allgemeinmedizin, Gesenhues, Urban & Fischer, 4. Aufl., 2003.

cr/ib;mb; aktualisiert: 11/2007

Schnarchen schädigt das Gehirn

Schnarchen schädigt das Gehirn

Starkes mit Atemaussetzern verbundenes Schnarchen, die so genannte Schlafapnoe, sollte man nicht als lästiges Übel abtun. Nicht nur ist die Schlafqualität bei den Betroffenen deutlich herabgesetzt, die Apnoe hat auch langfristige gesundheitliche Folgen. So wurde nun eine Schädigung des Gehirns bei starken Schnarchern festgestellt.

Neurobiologen der Universität in Los Angeles verglichen Magnetresonanztomogramme der Hirnaktivität von 43 Schlafapnoikern mit denen von gesunden Kontrollpersonen. Dabei stellten sie fest, dass die Mamillarkörper bei den Schnarchern um bis zu 20 Prozent kleiner waren als bei den Vergleichspersonen. Mamillarkörper sind paariger Erhebungen am Boden des Zwischenhirns. Sie gelten als Schaltstelle des limbischen Systems. "Diese Erkenntnis ist ziemlich wichtig, denn auch Patienten, die aufgrund anderer Syndrome wie Alkoholismus oder Alzheimer an Gedächtnisverlust leiden, weisen eine derartige Degeneration der Mamillarkörper auf", kommentiert Studienleiter Rajesh Kumar den Befund in "Neuroscience Letters". Verantwortlich für den Gewebeverlust bei den Mamillarkörpern ist den Studienautoren zufolge wahrscheinlich die mit einer Schlafapnoe einhergehende regelmäßige Sauerstoffunterversorgung im Gehirn. Sie führt auf Dauer zum Absterben von Zellen und begünstigt zudem die Entstehung von Entzündungen. Der Zusammenhang soll in weiteren Studien näher untersucht werden. Auch wollen die Wissenschaftler testen, ob die Gabe von hoch dosiertem Vitamin B1, die bei alkoholsmusbedingtem Gedächtnisverlust durchgeführt wird, der Hirnschädigung bei Schlafapnoe entgegen wirken kann. Generell sei es sehr wichtig, die Atemstörung so früh wie möglich zu diagnostizieren und zu therapieren.

Quelle: Kumar, R. et al.: Neurosci. Lett. 438 ( 3), 330-334 (2008).

Was bedeutet Schlafapnoe

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist ein Beschwerdebild, das in der Regel durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird und in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie einer Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet ist. Die etymologisch korrekte Aussprache ist "Apno-ë" (griechischer Wortstamm), während Ärzte auch häufig den Begriff zu "Apnö" eindeutschen.

Die Atemstillstände führen zu einer Sauerstoff-Unterversorgung und zu wiederholten Aufweckreaktionen (als automatische Alarmreaktion des Körpers), die von den Betroffenen jedoch meist nicht bewusst wahrgenommen werden. Die Folge der Aufweckreaktionen ist ein nicht erholsamer Schlaf, was zu der typischen, ausgeprägten Tagesmüdigkeit führt. Das Schlafapnoe-Syndrom zählt zu den Dyssomnien und somit zu den medizinisch bedeutsamen Schlafstörungen.

- Artikel Schlafapnoe-Syndrom. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. März 2008, 08:33 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schlafapnoe-Syndrom&oldid=4328... (Abgerufen: 6. März 2008, 00:50 UTC)

Schlafapnoe ist eine im öffentlichem Bewustsein noch recht neue und daher wenig bekannte aber nichtsdestotrotz tückische Krankheit. Auf unseren Seiten wollen wir Ihnen einen Leitfaden an die Hand geben, um zu lernen, wie man mit dieser Krankheit umgehen kann und welche Anlaufstellen es dazu in unserer Region gibt.

Was passiert im Schlaflabor?

Was passiert im Schlaflabor?

Das Ambulante Schlafzentrum hat sich auf die Untersuchung und Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen und Schlafstörungen aller Art spezialisiert. Durch eine entsprechende Gestaltung der Schlafumgebung bleibt trotz aufwendiger Diagnostik das Schlafverhalten so natürlich wie möglich. Im Schlafzentrum wird teilstationär behandelt, d.h. die Patienten werden am Abend aufgenommen und am nächsten Morgen wieder entlassen. Die Begleituntersuchungen erfolgen ambulant, so daß die berufliche Tätigkeit des Patienten nicht unterbrochen wird.

Folgende Störungen können im ambulanten Schlafzentrum erkannt und behandelt werden:

* Ein- und Durchschlafstörungen
* Schnarchen mit atempausen
* diverse Schlafstörungen bei neurologischen Erkrankungen
* Restless-legs-Syndrom
* schlafbezogene Atmungsstörungen
* Epilepsie
* Abklärung bei Depressionen
* Klärung unklarer Tagesmüdigkeit
* Aktometrie
* Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
* Bewegungsstörungen

Diagnostik/Erstgespräch:
Der Mensch im Mittelpunkt -
die Technik im Hintergrund!

* Ein- und/oder Durchschlafstörungen?
* Früherwachen?
* Zeitdauer? (über 3 Monate?)
* Richtungsweisend für das Schlafapnoesyndrom (SAS): Schnarchen? – Atempausen? – Tagesmüdigkeit? – Cephalgie? - Adipositas? – Hypertonie

Abklärung der Grunderkrankungen:

Neurologische: dissoziierte Schlaf- Wachstörung, Depressionen, Narkolepsie, Restless legs, hirnorganische Veränderungen
Internistische: Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen mit nächtlichen Ischämien, pulmonologische Erkr. und Asthma, immunologische Erkr., Hypertonie? Peptisches Ulcus, Gastroösophagaler Reflux
HNO: obstruktive Erkr., NNH, Otitis
Psychiatrische: Depressionen mit Morgentief, Aufwachstörungen, Psychosen
Allgemeine: Bruxismus, Enuresis, Alkohol- Drogen, Lärmbelästigung, Schichtarbeit, Zeitzonenwechsel, Angsterkrankungen.

Therapie:

* Grundleiden behandeln
* Informationen zur Schlafhygiene geben (Alkohol – Gewichtsabnahme)
* Entspanungsverfahren
* Psychotherapie
* Pflanzliche Mittel zur Schlafförderung (Baldrian)
* Sonstige Mittel (Melatonin? Kurzzeitig Benzo. usw., Antidepressiva, Neuroleptika)

Procedere SAS:

Interdisziplinäre Abklärung: Neurologe - HNO – Pulmonologe – Allgemeinmedizin erf.
Neurologie: EEG DOPPLER MESAM MSLT (multipler Schlaflatenztest) projektive Tests (FPI? KAI ? Abend- Morgenprotokoll) 1-2x Screening (z.B. Mesam o.ä) zyklische Entsättigungen unter 90%? Apopnoeindex ? 1-2x Polysomnographie ambulant mit Einstellung auf nCPAP wenn erforderlich. Einübungsphase für Patienten zu Hause 6-8 Wochen, danach Verschreibung eines Gerätes, jährlich 1-2x Schlaflaborkontrolle wenn Drucktitrierung nötig, evtl. auch 6 monatliche Kontrollen (MESAM) zu Hause wenn komplikationsloser Verlauf.

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Der Ablauf im Schlaflabor

Unter diesem Link könnenSie einen Ablauf in einem Schlaflabor als Bilderstory sehen.

Bildgeschichte von der Kliniken der Stadt Köln Schlafmedizinisches Zentrum Köln-Merheim

Pierre Beier, der Zivildienstleistende im Schlafmedizinischen Zentrum (SMZ) hat es erkannt, viele Patienten würden gerne wissen, wie so der normale Durchlauf bei einer Erstdiagnose und Behandlungen bei einem typischen Schlafapnoepatienten im Schlaflabor aussieht. Verbal erklären kostet viel Zeit und geschrieben ist es meistens nicht mehr verständlich.

Er kam auf die gute Idee eine Fotoserie in Form eines Fotoromans zu erstellen und diesen in den Wartebereich des SMZ auszulegen. Der Patient kann sich dann in Ruhe das "Bilderbuch" ansehen und im Bedarfsfall bei seinem Gespräch mit dem Arzt oder Schlafwächter gezielt fragen. Wir finden die "Patienteninformation Schlaflabor" gelungen.

Hier im Internet haben Sie die Möglichkeit, sich schon einmal ein Bild darüber zu machen, wie der Standarddurchlauf bei einer Schlafapnoe-Behandlung ist. In diesem Fotoroman werden die einzelnen Schritte von der Ankunft, über die Diagnose, bis hin zur Therapieeinstellung und Überprüfung an einem Fallbeispiel beschrieben.

Sie werden sehen, es ist alles relativ einfach und übersichtlich. Sie brauchen keine Angst vor einer Untersuchung in einem Schlaflabor haben. Und zur Beruhigung einiger Zweifler, es können weder Gedanken noch Träume sichtbar gemacht werden. Ratsam ist es auch, wenn es sich zeitlich einrichten lässt, vor einer Schlaflaboruntersuchung zu einem Patientenseminar zu gehen. Dort wird Ihnen erklärt und an Beispielen erläutert, was gemessen wird und warum.

Schauen Sie sich den Bildroman an!

Zur Bilderstory http://www.schlafmedizin-koeln-merheim.de/

Messungen im Schlaflabor

Messungen im Schlaflabor

Datenerhebung und Auswertungen, die zur Verfügung stehen im Detail:

* Auswertkriterien der Polygraphie (Standardpolysomnographie Stufe I)
EEG 2x, EOG, EMG(Kinn), EKG, Luftfluß, Atmungsanstrengung, O2 Sättigung, Lage, EMG-Bein 2x

Die Auswertungen erfolgen von :

* EEG : Stage I Stage II Stage III Stage IV REM Spikeanalyse usw.
* EKG: Herzfrequenz , Amplitude, Rhythmus,zyklische Entsättigungen
* Schlaflatenzen, Schlaftiefe und Anteile der Phasen
* EMG: Restless legs, Mobilitätsindex usw.
* Schlafzeit Effizienz, rel Verteilung usw.
* Entsättigungen (Apnoeindex usw.)
* SAS Stufendiagnostik: Zuordnungskriterien
* Schnarchen :obstruktiv oder zentral, Frequenzanalyse
* Schweregrade einer SAS (leicht mittel schwer)
* Druck bei nCPAP, biPAP, Druckeinstellung online

Restless Legs

Restless Legs
Wenn die Beine nicht zur Ruhe kommen

Die quälenden Beschwerden sind seit Jahrhunderten bekannt: Bereits 1685 wurde das Krankheitsbild der "unruhigen Beine" auch medizinisch "Restless- Legs- Syndrom"(RLS)- erstmalig beschrieben. Seit 1945 ist das Syndrom als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt. Immer dann, wenn sich ein Betroffener entspannen will, um den Streß des Tages abzuschütteln, wird er durch unruhige und "kribbelnde" Beine erheblich gestört - an Schlaf ist da oft nicht zu denken.

Schätzungen gehen davon aus, daß etwa 2 bis 5% der Bevölkerung an diesem lästigen Leiden erkrankt sind. Der Anteil der behandlungsbedürfigen Fälle liegt bei etwa 1%. Neben der ererbten Veranlagung für das RLS existieren auch erworbene Formen - beispielsweise bei Nierenschwäche, Eisenmangel und während der Schwangerschaft. Nach Untersuchungen zeigen 15% der an einer künstlichen Niere behandelten Patienten Krankheitszeichen wie Unruhe, Kribbeln oder andere sensible Störungen der Beine wie Reißen, Ziehen oder gar Schmerzen.

Lästig ist der unangenehme Bewegungsdrang der Beine, die Arme sind nur selten betroffen. Typisch für beide Formen des RLS ist das von allen Patienten geschilderte Phänomen, daß die Beschwerden durch Bewegung oder Gymnastik der Beine (Kniebeugen Treppensteigen. Fahrrad-Ergometer) gebessert werden können. Ruhesituationen wie lange Fahrten, Theater und Kinobesuche Langstreckenflüge, etc. sind typische Auslöser für den schmerzhaften Bewegungsdrang und die begleitenden unangenehmen Gefühlswahrnehmungen.

Am meisten leiden die betroffenen Menschen aber unter Schlafstörungen - besonders in der Einschlafphase. Später kommt häufiges Erwachen durch ständig wiederholtes Beinezucken (pms = periodic movement in sleep) hinzu.

Die Ursache dieser Störung ist nicht geklärt.

Funktionsstörungen des Nervensystems bzw. Mangelzustände an bestimmten Nervenbotenstoften werden angenommen. Die Behandlung war in der Vergangenheit schwierig. Doch jetzt haben klinische Untersuchungen gezeigt. daß die Kombination der beiden Wirkstoffe Levodopa und Benserazid zu einer deutlichen Reduktion der Beschwerden führt. Bestehen neben Einschlafstörungen in der zweiten Nachthälfte auch Durchschlafstörungen so kann zusätzlich eine langsam wirkende Depot -Form des Medikaments Levodopa eingenommen werden.

Geräte

Alternativen zur CPAP-Therapie

Alternativen zur CPAP-Therapie

In einzelnen Fällen gibt es für Schlafapnoe-Patienten Alternativen zur CPAP-Therapie. Welche Behandlungsformen eventuell in Frage kommen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Im Folgenden werden Ihnen die Möglichkeiten kurz vorgestellt.
Behandlung mit Medikamenten

Es gibt bestimmte Medikamente (z.B. Theophyllin), die auf das zentrale Nervensystem einwirken und damit die Atmung während des Schlafs verbessern können. Allerdings enthalten diese Präparate eine Substanz, die mit dem Koffein verwandt ist und auch so wirkt. Damit besteht die Gefahr von typischen Nebenwirkungen wie Herzrasen und Ruhelosigkeit. Dies wiederum führt zu Schlafstörungen, die eigentlich durch die Medikamenten-Therapie behandelt werden sollen.
Operative Eingriffe

Manche anatomischen Veränderungen können operativ korrigiert werden. So kann zum Beispiel die Verkrümmung der Nasenscheidewand die Ursache dafür sein, dass die oberen Luftwege verengt sind. Es gilt jedoch zu bedenken, dass eine Operation ein erheblicher Eingriff ist und damit immer auch eine Belastung für Ihren Körper. Sie sollten sich daher umfassend von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) beraten lassen und in Ruhe Chancen und Risiken eines Eingriffes gegeneinander abwägen. Denn meistens ist eine Operation weder notwendig, noch führt sie zu den gewünschten Ergebnissen.
Orale Schiene

Für Schnarchpatienten ohne Schlafapnoe oder junge, schlanke Menschen mit leichten Beschwerden gibt es eine Alternative zur CPAP-Therapie: ein interorales Protusionsgerät. Es handelt sich dabei um eine Schiene, die während der Nacht im Mund den Unterkiefer um wenige Millimeter nach vorne verlagert. Allerdings ist diese Methode längst nicht so wirksam wie die nasale Überdruckbeatmung. Außerdem können morgens Schmerzen im Kiefergelenk auftreten, oft ist auch die Kaumuskulatur verspannt.

Auf keinen Fall verwenden sollten Sie mechanische Geräte, die zum Beispiel die Zunge leicht aus dem Mund nach vorne ziehen. Medizinische Untersuchungen haben erwiesen, dass solche Behandlungen absolut wirkungslos sind.

Welche *PAP Geräte gibt es

Besser Luftholen mit der CPAP-Therapie (Überdruckbeatmumg)

Ist die Schlafapnoe stärker ausgeprägt, genügen Änderungen der Alltagsgewohnheiten alleine nicht mehr. Die nächtliche Atmung muss zusätzlich unterstützt werden, am besten durch die nasale Überdruckbeatmung. Hier finden Sie mehr Informationen über diese erfolgreiche Behandlungsmethode.

Tief durchatmen, ohne dabei aufzuwachen: Dafür benötigen Apnoe-Patienten für die Nacht oft eine Atemhilfe mittels einer Atemmaske. Diese sehr erfolgreiche Therapie heißt CPAP-Therapie. Die Abkürzung leitet sich aus dieser englischen Bezeichnung ab: continuous positive airway pressure. Übersetzt heißt das kontinuierliche Überdruckbeatmung.
So funktioniert die Beatmung
Über eine Atemmaske wird dem Patienten ständig Luft in die Atemwege zugeführt. Dabei verdrängt ein leichter Überdruck wie eine Art Luftsäule die erschlaffte Rachen- und Mundmuskulatur: Die Zunge und der weiche Teil des Gaumens können nicht mehr "herunterfallen", so bleiben die Luftwege offen. Der Effekt: Der Patient kann die ganze Nacht hindurch ruhig durchatmen, die Atmung bleibt regelmäßig. Es gibt keine Atemstillstände mehr und damit verschwindet auch das Schnarchen.
Verschiedene Therapiegeräte
Für die Überdruckbeatmung wurden verschiedene Geräte entwickelt. Sie sind komfortabel, passen problemlos auf einen Nachttisch und sind ganz einfach zu bedienen:

CPAP-Geräte erhöhen anfangs den kontinuierlich zugeführten Luftdruck in den oberen Atemwegen (Rampe) bis der eingestellte Therapiedruck erreicht ist. Während des Ein- und Ausatmens bleibt dieser immer gleich. Wie hoch der Druck genau ist, wird bei jedem Patienten vom behandelnden Arzt im Schlaflabor ermittelt.

APAP-Geräte (Automatic Positive Airway Pressure) dagegen passen den Luftdruck bestimmten „Atmungsereignissen” an, so genannten respiratorischen Ereignissen. Typische Beispiele dafür sind Atemaussetzer oder heftiges Schnarchen. Der Druck passt sich dabei innerhalb vorgegebener Grenzen an. Diese werden als Minimal- und Maximaldruck im Schlaflabor festgelegt.

Bilevel-Geräte funktionieren ähnlich wie CPAP-Geräte. Allerdings können hier für die Ein- und Ausatmung zwei unterschiedliche Druckwerte eingestellt werden. Diese Geräte werden fast ausschließlich bei Patienten eingesetzt, die einen sehr hohen Überdruck benötigen. Da der Druck für die Ausatmung individuell eingestellt werden kann, wird das Ausatmen spürbar erleichtert. Zum Teil werden Bilevel-Geräte auch für die Behandlung der zentralen Schlafapnoe eingesetzt.
Morgens wieder ausgeruht – mit geringsten Nebenwirkungen

Die CPAP-Therapie ist in den allermeisten Fällen die optimale Methode, um eine Schlafapnoe erfolgreich zu behandeln. Sie können wieder ruhig schlafen und finden zu einem gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus zurück. Ihr Körper bekommt die notwendige Ruhephase, um sich zu regenerieren. Tagsüber sind Sie ausgeruht, ausgeprägte Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und alle anderen typischen Symptome gehören endlich der Vergangenheit an. Und das nahezu ohne Nebenwirkungen, ohne medizinische Eingriffe oder komplizierte Anwendungen – ein echtes Plus für Ihre Lebensqualität.

Wissenswertes zu den Atemtherapiegeräten

Wissenswertes zu den Atemtherapiegeräten
der Produktgruppe 14.24.07xxxx und 14.24.09.xxxx (x = laufende Nr.)

Die Therapie mit einem Gerät ist für den Betroffenen eine notwendige Änderung der Lebensgewohnheit, um einen Therapieerfolg zu erreichen - analog der Einsicht in eine notwendige Operation. Hierzu muss die Einsicht und Mitarbeit - die Akzeptanz - (auch als Compliance bezeichnet) des Patienten bei der Anwendung der Therapie erreicht werden. Dies geschieht im wesentlichen durch die Verordnung des geeigneten Therapiegerätes, der richtigen Atemmaske und die notwendige Aufklärung über Therapieanwendung (Therapiegerät und Atemmaske) sowie die Beratung bei der Anwendung selbst. Auch eine Betreuung bei psychologischen Problemen ist erforderlich. Dies ist im wesentlichen im Schlaflabor zu leisten. Weitere Unterstützung bei der Therapieanwendung und bei der Lösung von Problemen erhalten Betroffene in ihrer Selbsthilfegruppe. Hier ist auch der Austausch von Erfahrungen und gegenseitige Hilfe möglich.

Jeder Patient hat ein Anrecht auf ein gelistetes Gerät,
das eine gültige Hilfsmittel-Nummer erhalten hat !

Der Arzt verordnet die Geräte-Gruppe (nCPAP, BiLevel, Bilevel ST oder Auto-CPAP) entsprechend den medizinisch notwendigen Therapieerfordernissen.

Der Patient hat aber ein Mitspracherecht bei der Auswahl des gelisteten Gerätes eines Herstellers aus dieser Gerätegruppe !

Dies erhöht die Akzeptanz - Compliance - und Selbstverantwortung des Patienten bei der Therapieanwendung. Die Hilfsmittelnummer stellt sicher, dass dieses Gerät als Therapiegerät zugelassen ist, sie stellt keine Aussage über die therapeutischen Daten und die Leistungsfähigkeit eines Gerätes dar. Die Auswahlmöglichkeit des Gerätes durch den Patienten ermöglicht eine stärkere Identifikation des Betroffenen mit seinem täglich zu nutzendem Therapiegerät und sichert so erst den geforderten Therapieerfolg mit ab.

Jeder Patient hat einen Anspruch auf den medizinischen, wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zur effektiven Therapie mit einem gelisteten Therapiegerät mit gültiger Hilfsmittelnummer.

Dazu Dr. Klaus Ladage, Vorsitzender des 3. Senats des Bundesgerichtes:

"Aus juristischer Sicht sei eigentlich jede technische Neuerung, die eine Verbesserung für den Patienten darstellt "wirtschaftlich und notwendig". Denn "ausreichend" ist die Hilfsmittelversorgung fast nie, weil das Handicap des Patienten lediglich ausgeglichen aber nie vollständig beseitigt werden könne."

Hilfsmittel nach § 139 des Sozialgesetzbuch V ( SGB V )

1. Die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsam und einheitlich sollen zur Sicherung einer ausreichenden, zweckmäßigen, funktionsgerechten und wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten
mit Hilfsmitteln für bestimmte Hilfsmittel Qualitätsstandards entwickeln. Die Qualitätsstandards sind im Hilfsmittelverzeichnis nach § 128 SGB V zu veröffentlichen.
2. Voraussetzung zur Aufnahme neuer Hilfsmittel in das Hilfsmittelverzeichnis ist, daß der Hersteller die Funktionstauglichkeit und den therapeutischen Nutzen des Hilfsmittels sowie seine Qualität nachweist. Über die Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis entscheiden die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsam und einheitlich, nachdem der Medizinische Dienst die Voraussetzungen geprüft hat.

Bei der Erstellung der Qualitätsstandards, die Anfang November 1998 in Kraft getreten sind, hat der Bundesfachverband Schlafapnoe / Atemstillstand und chronische Schlafstörung e. V. maßgeblich mitgewirkt.

Diese Qualitätsstandards sind Mindestforderungen !

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand des Bundesfachverbandes haben folgende Therapiegeräte der Produktgruppe 14.24.07.xxxx und 14.24.09.xxxx die neue Hilfsmittel-Nummer erhalten:

Auszug vom:
LANDESFACHVERBAND SCHLAFAPNOE /
ATEMSTILLSTAND UND CHRONISCHE SCHLAFSTÖRUNGEN e.V.
* Der Landesfachverband Schlafapnoe des Landes Thüringen *

Im Straßenverkehr

Straf- und bußgeldrechtliche Risiken des Schlafapnoekranken im Straßenverkehr
Von Rechtsanwalt Dr. jur. Ingo E. Fromm, Koblenz

Der Verfasser ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht in der Kanzlei Caspers & Mock in Koblenz.

Bei chronischen Schlafstörungen besteht bekanntlich eine stark erhöhte Verkehrsunfallgefahr. Personen mit Schlafapnoe haben statistisch eine siebenmal höhere Unfallrate als andere motorisierten Verkehrsteilnehmer. Neben diversen nachteiligen zivilrechtlichen Folgen hat der Schlafapnoiker vor allem straf- und bußgeldrechtliche Konsequenzen zu befürchten. Werden durch einen Unfall andere Verkehrsteilnehmer verletzt - oder in schweren Fällen - getötet, droht eine Bestrafung wegen Fahrlässiger Körperverletzung (§ 229 Strafgesetzbuch) oder Fahrlässiger Tötung (§ 222 Strafgesetzbuch).

Die Fahrlässigkeit des Schlafapnoekranken besteht darin, die im Verkehr erforderliche Sorgfalt dadurch außer Acht gelassen zu haben, dass trotz der chronischen Schlafstörung die Gefährdung Dritter und das Einschlafen hingenommen wird. Nickt der Unfallverursacher im fließenden Verkehr am Lenkrad ein, muss er demnach damit rechnen, mit einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren überzogen zu werden.

Bei unbehandelter, aber diagnostizierter Schlafapnoe besteht das zusätzliche Risiko, dass die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten eine vorsätzliche Straftat vorwirft, da er den Verkehrsunfall billigend in Kauf genommen habe. Dem Beschuldigten wird also vorgeworfen, die Müdigkeit bemerkt zu haben und sich dennoch ans Steuer gesetzt zu haben. Bei fahrlässigen Körperverletzungen kann eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren drohen, bei fahrlässiger Tötung kann eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren ausgesprochen werden. Es muss aber für eine strafrechtliche Verurteilung nicht unbedingt zum Schlimmsten, dem Unfall, kommen: Schon wer Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert durch gesundheitliche Mängel konkret gefährdet, begeht den Straftatbestand der Gefährdung im Straßenverkehr gem. § 315 c StGB.

Die extreme Übermüdung ist als Mangel in diesem Sinne von der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie dem juristischen Schrifttum anerkannt (vgl. Bundesgerichtshof VRS 14, S. 284, Cramer/Sternberg-Lieben, in Schönke/Schröder, Strafgesetzbuch, 27. Auflage 2006).

Aufgrund der gravierenden straf- und bußgeldrechtlichen Folgen sollte unbedingt ein Rechtsanwalt aufgesucht werden. Dessen Aufgabe wird es sein, zu prüfen, ob der Schlafapnoiker überhaupt schuldfähig ist bzw. war.

Gem. § 20 StGB handelt ohne Schuld, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln. Gem. § 21 StGB liegt verminderte Schuldfähigkeit vor, wenn die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich reduziert ist.

Bei Schlafapnoikern, die von Sekunde zu Sekunde im Straßenverkehr einschlafen, besteht die Problematik, dass der Tat ein willentlich gesteuerter Akt zugrunde liegen muss (Grundsatz "nulla poene sine culpa"). Der Nachweis einer Schuld ist also unerlässliche Voraussetzung einer strafrechtlichen Schuld. Bei Schlafenden ist in Literatur und Rechtsprechung anerkannt, dass diese nicht in der Lage sind, einen strafrechtlich relevanten Willen zu entfalten (Lenckner/Eisele, in Schönke/Schröder, Strafgesetzbuch, 27.Auflage 2006,Vorbemerkungen zu den §§ 13ff., Rn 39). Die Übermüdung, die zur tiefgreifenden Bewusstseinsstörung zählt (Lenckner/Perron, in Schönke/Schröder, Strafgesetzbuch, 27. Auflage 2006, § 20 StGB, Rn 13), kann daher zu einem Schulunfähigkeitsgrund führen. Im Einzelfall kann die Einholung eines Sachverständigengutachtens im Prozess notwendig werden. Gegen einen Verschuldensvorwurf kann im Einzelfall sprechen, dass keine wahrnehmbaren Anzeichen oder Vorwarnungen vorlagen.

Daneben können bußgeldrechtlich beim Einschlafen im Verkehr Geldbußen und Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg drohen. Überfährt der Schlafapnoiker bei Rot eine Ampel, kann ein Bußgeldbescheid (Nr. 132.1 BKat, § 37 II StVO), ggfl. mit Fahrverbot ergehen. Selbiges gilt für das Verursachen eines Verkehrsunfalls. Da dem Beschuldigten ein gesetzliches Schweigerecht zusteht, sollten gegenüber der Polizei keinerlei Angaben zur Sache gemacht werden.

Unabhängig davon, ob es zu einer Verurteilung aufgrund eines Verkehrsdelikts kommt, droht jedenfalls ein Nachspiel für die Inhaber von Führerscheinen. Diese müssen gem. § 11 der deutschen Fahrerlaubnis-Verordnung die hierfür notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllen. Die Anforderungen sind insbesondere nicht erfüllt, wenn eine Erkrankung oder ein Mangel nach Anlage 4 oder 5 vorliegt. Die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen wird hierdurch eingeschränkt bzw. ausgeschlossen.

Der Gesetzgeber hat in Anlage 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung Regelungen zur Eignung und bedingten Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen für Menschen mit chronischen Schlafstörungen vorgesehen. Unbehandelte Schlafstörungen mit Tagesschläfrigkeit sollen nach dem Willen des Gesetzgebers nach Ziff. 11.2.1 zur Fahruntauglichkeit führen, wenn eine messbare auffällige Tagesschläfrigkeit vorliegt. Nur behandelte Schlafstörungen führen zur Fahrtauglichkeit, wenn keine messbar auffällige Tagesschläfrigkeit mehr vorliegt.

In jedem Fall fordert der Gesetzgeber als Auflagen regelmäßige Kontrollen von Tagesschläfrigkeit. Die Frage, was der Gesetzgeber unter einer ausreichenden "Behandlung" versteht, wird offen gelassen. Verlangt werden muss hier, dass ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wird oder eine Therapie (z.B. CPAP) absolviert worden ist.

Nicht ausreichend dürfte allein die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ohne fachliche medizinische Betreuung sein. Schon drei bis vier Wochen nach Beginn einer CPAP-Therapie ist die Fahrtauglichkeit nach wissenschaftlichen Erkenntnissen im Regelfall wiederhergestellt. Bestimmte Atemgeräte können übrigens auch bei laufendem Motor über Zigarettenanzünder angewendet werden. Regelmäßige Nachuntersuchungen sind unbedingt anzuraten. Unter der Voraussetzung, dass die Führerscheinstelle Kenntnis von der Schlafstörung erhält, muss demnach ernsthaft mit der Entziehung der Fahrerlaubnis gerechnet werden.

Geht die Verwaltungsstelle zu Unrecht von falschen Tatsachen aus, z.B. von einer unbehandelten Schlafstörung, so kann gegen eine Entziehung der Fahrerlaubnis Widerspruch eingelegt werden. Wird der sofortige Vollzug der Führerscheinentziehung angeordnet, kann im Eilrechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Hilfe beansprucht werden. Diese Regelungen der Fahrerlaubnis-Verordnung gelten wohlgemerkt für alle Führerscheinklassen und nicht etwa nur für Berufslastkraftfahrer. Wird die Fahrerlaubnis entzogen, darf der Schlafapnoiker nicht mehr Fahrzeuge im Straßenverkehr führen, ansonsten droht eine Bestrafung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gem. § 21 StVG.

Autofahren und Sekundenschlaf

Übermüdeten Berufskraftfahrern droht das Aus
Unter schweren Schlafattacken leidende Berufskraftfahrer müssen schon bald das Steuer aus der Hand geben. Das Bundesverkehrsministerium will in den nächsten Monaten die Fahrerlaubnisordnung entsprechend ergänzen. In die amtliche Beurteilung der Fahreignung soll dann die von krankhafter Müdigkeit ausgelöste Tagesschläfrigkeit aufgenommen werden. Allerdings gelte dies nur für professionelle Fahrer von Lastkraftwagen, Omnibussen und Taxen, betonte ein Ministeriumssprecher Anfang März 2007. Der normale Führerscheininhaber sei von der Änderung nicht betroffen.

Für Berufskraftfahrer heißt es dann aber: Bei Schlafstörungen in Verbindung mit "auffälliger Tagesschläfrigkeit" kann die gesundheitliche Eignung als Voraussetzung der Fahrerlaubnis in Frage gestellt werden. Nach Informationen des Auto Clubs Europa (ACE) beruft sich das Bundesverkehrsministerium bei seiner Gesetzesinitiative auf Studien, wonach der Anteil ermüdungsbedingter Unfälle deutlich höher liegt als in der amtlichen Unfallstatistik angegeben. 2005 etwa habe es offiziell 1.780 Unfälle wegen Übermüdung gegeben.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat laut ACE festgestellt, dass Übermüdung die zweithäufigste Unfallursache im Lkw-Güterverkehr ist. Der Autoclub verwies auch auf Forschungsergebnisse der deutschen Versicherungswirtschaft: Danach werden 24 Prozent der Lkw-Unfälle durch Einschlafen verursacht. Der Anteil der darin verwickelten Berufskraftfahrer sei entsprechend hoch. Dies habe aber nicht immer etwas mit der auch in der Reisebusbranche üblichen Missachtung von Lenk- und Ruhezeiten zu tun, betonte der ACE. Verkehrsmediziner gingen vielmehr von einer hohen Anzahl von Personen aus, die an krankhaften Schlafstörungen litten. Diese seien ein Verkehrssicherheitsrisiko.

Unter behandlungsbedürftigen Schlaf-Wach-Störungen leiden schätzungsweise mehr als zehn Prozent der deutschen Bevölkerung. Ein Großteil dieser Störungen bleibt unerkannt, weil die damit verbundenen nächtlichen Atemstillstände vielfach nicht bemerkt werden. Einer der größten Risikofaktoren für das so genannte Schlafapnoe-Syndrom ist Übergewicht. Vor allem Fernfahrer mit einem Body-Maß- Index von über 30 sind nach Angaben von Fachärzten davon betroffen. Patienten mit derartigen Erkrankungen haben auf Grund übermäßiger Tagesschläfrigkeit ein erhöhtes Unfallrisiko. Nach Expertenangaben verändert jede schlaflose Nacht Wachheit und Konzentrationsfähigkeit so, als hätte man 0,8 Promille Alkohol im Blut.

ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner sagte: "Von Müdigkeitsattacken werden Autofahrer nicht nur gepeinigt, wenn sie nachts unterwegs sind." Besonders gefährlich wirke die krankhafte Tagesschläfrigkeit. "Statt darin aber ein Alarmzeichen zu sehen, wird diese Art von Müdigkeit von vielen noch verdrängt", kritisierte der Experte.

(Quelle: Yahoo-News vom 11.03.2007)

erschienen in Schlafapnoe Aktuell, Heft 25

Risiko Sekundenschlaf

Die Zeitschrift ADAC motorwelt informiert in ihrer Ausgabe Nr: 7/2002 wie folgt:

'Risiko. Ist Sekundenschlaf aufgrund von Schlafapnoe

Unfallursache, muß die Kasko nicht zahlen. Diese

Krankheit verursacht chronische Tagesmüdigkeit.

Das Einnicken wertete das Gericht als Bewußtseinsstörung (LG Hannover, ADAJUR Dok.-Nr.19004).'

Patienten / Autofahrer aufgepaßt:

Ein unbehandelter Schlafapnoiker ist in keiner Führerscheinklasse zur Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen! Behandelte Schlafapnoiker nur unter der Bedingung regelmäßiger Kontrolle!

Nutzen Sie Ihr Therapiegerät regelmäßig! Brechen Sie die Therapie ab, ist es aus mit Auto fahren!

Halten Sie Ihre regelmäßigen, überwachten, Kontrolluntersuchungen durch Ihren Arzt ein!

Ein Unfall kann jeden treffen - auch ohne Sekundenschlaf!

Das kann für unbehandelte Apnoiker, vor allem aber für solche, die ihre Therapie abbrechen oder nur kurzzeitig unterbrechen, fatale Folgen haben!

Sekundenschlaf: Ursache vieler Unfälle

Sekundenschlaf: Ursache vieler Unfälle

von Dr. Hans-Günter Weeß

Viele Autounfälle sind auf Tagesschläfrigkeit bzw. Übermüdung des Kraftfahrers zurückzuführen. Das Schlafzentrum des Pfalzklinikums Klingenmünster hat zwei Studien zum Thema »Schläfrigkeit am Steuer« durchgeführt - mit teilweise erschreckenden Ergebnissen.

Um die Fahrtauglichkeit und die Tagesschläfrigkeit von Kraftfahrern zu untersuchen, führten wir an der Raststätte Gräfenhausen (Nähe Darmstadt) zwei Studien durch. An jeder nahmen ca. 160 LKW- und PKW-Fahrer teil.
Die Fahrer wurden gebeten, Fragebögen zur aktuellen Fahrsituation, zum Vorliegen von Schlafstörungen, körperlichen Erkrankungen usw. auszufüllen. Wir fragten sie auch, wie und wie lange sie in der vorigen Nacht geschlafen hatten. Außerdem wurde mit jedem Autofahrer ein pupillografischer Schläfrigkeitstest durchgeführt.
Man weiß, dass der Durchmesser der Pupille im Dunkeln bei Schläfrigkeit Schwankungen unterliegt, während er im Wachzustand gleich bleibt. Mit einer Infrarotvideokamera vermaßen wir im Dunkeln die Pupille jedes Kraftfahrers elf Minuten lang; ein Rechner wertete das Ausmaß der Schwankungen aus.
Die erste dieser Studien fand im April 2001 statt; Ende Juni dieses Jahres wiederholten wir die Studie noch einmal an einem Hitzetag mit Spitzentemperaturen über 36°C.

Jeder zehnte Fahrer auf der Autobahn ist fahruntüchtig
Wir teilten die Schläfrigkeitswerte der untersuchten Kraftfahrer in drei Kategorien ein:
• unauffällige Werte (keine Schläfrigkeit am Steuer)
• grenzwertige Fälle (deutliche Hinweise auf Fahruntüchtigkeit, wobei man jedoch davon ausgeht, dass der Fahrer nach einer Pause, einem Schläfchen oder dem Genuss eines koffeinhaltigen Getränks vielleicht doch noch für eine halbe, maximal eine Stunde fahrtüchtig ist)
• pathologische Fälle (absolute Fahruntüchtigkeit).

Bei der Studie im April letzten Jahres ergaben sich folgende Ergebnisse: 75% aller Kraftfahrer waren fahrtüchtig, 15% grenzwertig, 10% absolut fahruntüchtig. Manche schliefen beim pupillografischen Schläfrigkeitstest sogar im Sitzen ein. Man kann also davon ausgehen, dass jeder zehnte Kraftfahrer, der auf der Autobahn an uns vorbeifährt, eigentlich absolut fahruntüchtig ist! Und bei jedem vierten ist die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt.
Bei der zweiten Untersuchung Ende Juni dieses Jahres waren die Ergebnisse noch bedenklicher: Nur 92 der untersuchten Verkehrsteilnehmer hatten unauffällige Schläfrigkeitswerte, 46 waren grenzwertig, 24 fahruntüchtig.

Sekundenschlaf Bei längere

Übermüdete Fahrer überschätzen sich häufig
Wir fragten die Verkehrsteilnehmer auch, wie lange sie schon gefahren waren und wann sie ihre nächste Fahrpause planten. Die nicht mehr fahrtüchtigen hatten mit 6,8 Stunden und 500 km Fahrleistung viel länger am Steuer gesessen als die grenzwertigen und die unauffälligen (4 Stunden/ 300–350 km Fahrleistung). Und wir stellten fest, dass gerade die total übermüdeten Autofahrer ihre Fahrtüchtigkeit bedenklich überschätzen: Sie hatten teilweise vor, noch mehrere 100 km zu fahren.
Ein Fernfahrer mit hochpathologischem Untersuchungsergebnis hatte bereits 1400 km und rund 20 Stunden Fahrzeit hinter sich, wollte aber noch bis Griechenland durchfahren, ohne eine Schlafpause einzulegen. Er erklärte, sich völlig verkehrstauglich zu fühlen. Dieses Phänomen beobachteten wir bei allen untersuchten Autofahrern mit erhöhten Schläfrigkeitswerten: Sie gaben zwar zu, schläfrig zu sein, fühlten sich aber alle noch fahrtauglich.
Anhand dieser Untersuchungsergebnisse kann man ein Risikoprofil für den Sekundenschlaf am Steuer aufstellen: Hauptrisikofaktoren stellen Schlafstörungen und eine zu lange Fahrzeit dar. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist eine monotone Fahrsituation, also z. B. eine nächtliche Autofahrt bei relativ geringem Verkehrsaufkommen oder ein LKW-Fahrer, der bei dichtem Verkehr mit 80 Stundenkilometern in der Kolonne fährt, womöglich auch noch ohne Überholmöglichkeit. Solche Situationen rufen Schläfrigkeit hervor, vor allem, wenn der Schlaf während der Nacht wenig erholsam war (etwa bei Schlafapnoikern).
Schichtarbeit (also Schlaf zum chronobiologisch falschen Zeitpunkt - nicht in der Nacht, sondern tagsüber, wie dies bei Fernfahrern häufig der Fall ist) erhöht das Risiko noch mehr. Das gilt auch für Nachtfahrten: Denn nachts ist unser Organismus nicht auf Leistung, sondern auf Schlaf eingestellt. Wenn der Nachtschlaf zu kurz war (z. B. bei Urlaubsreisenden, die morgens um drei Uhr schon losfahren), ist ebenfalls mit einem erhöhten Unfallrisiko zu rechnen. Auch Hitze (vor allem in Kraftfahrzeugen ohne Klimaanlage) begünstigt die gefährliche Schläfrigkeit am Steuer.
»Durchhalten« ist also bei langen Autofahrten genau die falsche Parole. Wer 17 Stunden nicht geschlafen hat, dessen Reaktionsvermögen entspricht einem Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille! Man sollte Pausen deshalb auf keinen Fall zu lange hinauszögern, sondern beim ersten Anzeichen von Schläfrigkeit den nächsten Parkplatz oder die nächste Raststätte ansteuern.

»Durchhalten« kann gefährlich sein
Vielleicht ist diese leider immer noch weit verbreitete »Durchhalte-Mentalität« unter anderem auch auf das falsche Bild zurückzuführen, das in unserer Gesellschaft immer noch vorherrscht – dass jemand, der am Stück von Hamburg bis nach Sizilien durchfährt, ein »toller Hecht« ist. Vermutlich wird die Anzahl der schläfrigkeitsbedingten Unfälle immer noch unterschätzt. Kaum ein Kraftfahrer wird nach einem Unfall zugeben, dass er am Steuer eingeschlafen ist, da er sonst seinen Führerschein verliert.
In einem Auszug aus den Begutachtungsleitlinien für die Kraftfahrzeugeignung heißt es: »Für Schwächezustände durch akute, vorübergehende, sehr selten vorkommende oder nur kurzzeitig anhaltende Störungen ist es dem Verantwortungsbewusstsein jedes Verkehrsteilnehmers aufgegeben, durch kritische Selbstprüfung festzustellen, ob er unter den jeweils gegebenen Bedingungen noch am Straßenverkehr teilnehmen kann oder nicht.«
Das heißt, der Kraftfahrzeugführer muss vor Antritt seiner Fahrt überprüfen, ob er fahrtüchtig ist. Verursacht er schläfrigkeitsbedingt einen Unfall und ihm wird dies nachgewiesen, so wird er ebenso zur Verantwortung gezogen, wie wenn er sich alkoholisiert ans Steuer gesetzt hätte. Daher ist es gerade für Schlafapnoiker wichtig, sich auch unter CPAP-Therapie regelmäßig im Schlaflabor untersuchen zu lassen, wenn sie einem Beruf nachgehen, bei dem eine hohe Eigen- oder Fremdgefährdung infolge potentieller Tagesschläfrigkeit besteht.

Warnsignale, die Ihnen verraten, dass Sie müde werden: J schwer

Dr. Hans-Günter Weeß ist Leiter des interdiszipliären Schlafzentrums
am Pfalzklinikum Klingenmünster

Anfang

Aus der Zeitschrift "Das Schlafmagazin" Ausgabe

Unbehandelte Schlafapnoe

Nicht behandelte Schlafapnoe führt durch die auftretende Tagessymptomatik sehr häufig zu Verkehrsunfällen mit oft verheerendem Ausgang.

Mangelnde Vigilianz, Einschlafneigung, der sog. Sekundenschlaf, sind immer wieder Auslöser der uns durch die Presse nahegebrachten Unfälle auf Autobahnen. Hier spielt die monotone und oft stundenlange Fahrsituation eine große Rolle.

Informationen über Untersuchungen der Unfallhäufigkeit in Deutschland finden Sie auf den AfaS - Seiten.

Nun hat eine kanadische Studie den Nachweis erbracht, daß gut therapierte Schlafapnoiker in der Unfallhäufigkeit anderen, gesunden Verkehrsteilnehmern entsprechen, also keine erhöhtes Risiko darstellen.

Hieraus ergibt sich, welche Bedeutung eine schnelle Behandlung und Therapieeinleitung für Gesundheit und die gesamte Volkswirtschaft hat. Lange Wartezeiten auf einen Meßplatz, dadurch verzögerte Behandlung und Therapie, erzeugen gefahren nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für seine Mitmenschen im Straßenverkehr.

Wichtig: die einmal eingeleitete Therapie, z.B. mittels CPAP - Gerät, muß konsequent durchgeführt werden, um wirksam zu sein!

Therapieabbrüche versetzen Patienten schnell wieder in den Zustand, in dem sie vor ihrer Behandlung waren.

Das die Therapie und deren Nutzen und Einhaltung regelmäßig kontrolliert werden müssen, steht außer Frage. So sind jährliche, überwachte Kontrollen des Therapiedruckes und der Compliance vorgeschrieben.

Auch das Bundesverkehrsministerium hat die in unbehandelter Schlafapnoe liegenden Gefahren für Verkehrsteilnehmer erkannt und mit dem Gesetz zur 'Zulassung von Personen am Straßenverkehr' aus August 1998 reagiert.

Demnach sind unbehandelte Schlafapnoiker in keiner Führerscheinklasse zu Straßenverkehr zugelassen, behandelte nur unter der Bedingung der regelmäßigen Kontrolle.

Das ist wichtig für die Patienten! Therapieabbruch bedeutet demnach Verlust der Zulassung zur Teilnahme am Straßenverkehr, weil sie dann unbehandelt sind!

Zur Information nochmals der Artikel über die kanadische Studie:

CPAP - Therapie normalisiert Unfall-Risiko von Apnoikern

Güte der Behandlung entscheidet über Fahrtüchtigkeit

London/Kanada (wie) - Autofahrer, die aufgrund eines unbehandelten Schlafapnoe-Syndroms (SAS) während der Fahrt mit dem Schlaf kämpfen, verursachen zwei- bis viermal mehr Verkehrsunfälle wie "ausgeschlafene" Fahrer. Werden ihre nächtlichen Apnoe-Anfälle jedoch effektiv behandelt, normalisiert sich das Unfallrisiko, wie eine kanadische Studie ausweist.

Schläfrigkeit untertags, vermindertes Reaktionsvermögen und mangelnde Konzentrations-Fähigkeit sind der Tribut, den eine obstruktives Schlafapnoe-Syndrom mit mindestens zehn Apnoe- und/oder Hypopnoe-Episoden pro Stunde fordert, sofern es nicht erkannt und behandelt wird. Setzt sich der Patient trotzdem ans Steuer, kommt es überdurchschnittlich häufig zum "Crash". Doch läßt sich die erhöhte Unfallrate auf durchschnittliche Werte senken, wenn man SAS-Patienten effektiv behandelt, etwa mittels kontinuierlicher Beatmung gegen erhöhten Druck ("Continuous Positive Airway Pressure" , CPAP). Dieser Erfahrungswert ist bisher allerdings noch nicht ausreichend durch Daten belegt.

Geeignete Zahlen liefert jetzt C.F. George von der University of Western Ontario. In seiner Untersuchung verglich er die Zahl der Kraftfahrzeug-Unfälle von 210 Patienten mit obstruktivem SAS drei Jahre vor und nach nasaler CPAP-Behandlung mit einer Kontrollgruppe gleichen Alters und Geschlechts.

Während die Kollisions-Rate, das heißt die Zahl der Unfälle pro Person und Jahr, bei den unbehandelten SAS-Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe ums Dreifache höher lag, bestand drei Jahre nach Therapiebeginn kein Unterschied mehr zwischen beiden Gruppen. Wie nicht anders zu erwarten, blieb die Kollisions-Rate innerhalb der Kontrollgruppe konstant.

Effektive Behandlung vorausgesetzt, sind Patienten mit SAS demnach genau so verkehrs- und fahrtüchtig wie jeder andere Verkehrsteilnehmer. Dies speziell für Ärzte von Belang, die bei Gerichtsverhandlungen gutachterlich tätig sind und über die Fahrtüchtigkeit von SAS-Patienten zu entscheiden haben.

Aus: Thorax 56 (2001) 508-512

Links zu Gerätehersteller und Versorger

Hier finden Sie weiter Links zum Thema Gerätehersteller usw.

Firma Resmed
Masken und Geräte-Hersteller mit Vertrieb.
Auf den Seiten der Firma Resmed finden Sie eine Menge weitere Info´s
einschl. Krankheiten die mit Schlafapnoe zusammen gehören können wie z.B. Diabetes
hier
direkt zu den Patienteninformationen
hier

Heinen + Löwenstein GmbH, Bad Ems
hier

WeinmannGeräte für Medizin GmbH + Co. KG
hier

IFM GmbH, Wettenberg
hier

Schlafen und Schlafapnoe -

Gesunder Schlaf

Schlaf Gesunder Schlaf

Unser Leben wird bestimmt von einem ständigen Wechsel zwischen Wachsein und Schlafen. Dabei beträgt das Verhältnis der beiden unterschiedlichen Zustände etwa 2:1. Das heißt, dass der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens im Schlaf verbringt. Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert war über die Funktion des Schlafes wenig bekannt. Lange ging man davon aus, dass der Schlaf nutzlos vertane Zeit wäre. Erst in den letzten 40 Jahren wurde damit begonnen, den Schlaf genauer zu untersuchen. Man fand heraus, dass der Schlaf kein dem Tod ähnlicher Zustand, sondern ein notwendiger Bestandteil des Lebens ist.

Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Schlafbedürfnis. Einige kommen mit 6 Stunden nächtlichen Schlafs aus, andere fühlen sich nach 8 Stunden noch nicht ausgeschlafen (die Bandbreite beträgt 4-10 Stunden und mehr). In den Industrienationen liegt die durchschnittliche Schlafdauer bei 7 bis 8 Stunden. Ältere Menschen schlafen in der Regel kürzer, Junge länger. In Studien wurde herausgefunden, dass sowohl zu wenig, als auch zu viel Schlaf zu einer verkürzten Lebenserwartung führen kann.

Wer wissen will, ob er persönlich genügend bzw. das richtige Quantum an Schlaf bekommt, kann dies mit einem Selbsttest überprüfen: Im „grünen Bereich" befindet sich im Allgemeinen jeder, der tagsüber auch bei längerer Tätigkeit im Sitzen konzentriert arbeiten kann, ohne müde zu werden.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die den Schlaf beeinflussen. Dazu gehören Faktoren wie Krankheit, Stress oder psychisch bedingte Probleme. Zu den umweltbedingten Störfaktoren gehören Lärm, ungenügender Schlafkomfort, unregelmäßige Arbeitszeiten und hohe Reiseaktivität.

aus:http://www.lungenaerzte-im-netz.de

Hintergrundwissen zu Schlafstörungen

Hintergrundwissen zu Schlafstörungen
Ursachen

Die einzelnen Ursachen der Schlafstörungen sind sehr unterschiedlich. Zum einen können familiäre oder berufliche Probleme den Schlaf beeinträchtigen. Aber auch körperliche Schmerzen verhindern einen ruhigen gesunden Schlaf.

Insgesamt werden Schlafstörungen in fünf verschiedene Kategorien eingeteilt:

physikalische Ursachen

z.B. Schlafapnoe, ruheloses-Bein-Syndrom, Lärm, helles Licht

physiologische Ursachen

z.B. Schichtarbeit

psychologische Ursachen

z.B. Ärger, Stress

psychiatrische Ursachen

z.B. Depression, Manie

pharmakologische Ursachen

z.B. Konsum von Kaffee, Alkohol, Nebenwirkung von Medikamenten (z.B. Appetitzügler)

Hintergründe

Hintergrundwissen zu Schlafstörungen
Therapie

Nach wie vor ist eines der größten Probleme in der Schlafmedizin, dass Patienten mit Ihren Schlafbeschwerden zu spät zum Arzt kommen, bzw. Ihre Symptome nicht vollständig schildern.

Dies gilt insbesondere auch für Beschwerden, die nach Meinung vieler Leute nichts mit dem Schlaf zu tun hätten (z.B. Schnarchen, zunehmende Vergesslichkeit u.v.a.).

Pauschale Therapieempfehlungen für die einzelnen Krankheiten können prinzipiell nicht gegeben werden. Die häufigen Ein- und Durchschlafstörungen z.B. können vielfältige Ursachen haben, und ihre Therapie ist deswegen auch sehr unterschiedlich.

Fragen Sie bitte Ihren Arzt, oder wenden Sie sich direkt an ein Schlaflabor, mit denen die Bundesrepublik jetzt flächendeckend versorgt ist.
Die genaueste Diagnose ist in diesen Schlaflabors mittels Polysomnographie möglich. Hier werden während einer oder zwei Übernachtungen die Augenbewegungen zur Erkennung der Schlafphasen (Elektrookulographie: EOG), Gehirnströme (Elektroenzephalographie: EEG), Herz- und Atemtätigkeit, Blutdruck, Körperbewegungen und Muskelspannung (Elektromyographie: EMG) und Sauerstoffanreicherung des Blutes elektronisch aufgezeichnet.

Eine Therapie mit Schlafmitteln sollte, außer bei kurzdauernder Einnahme, immer mit Ihrem Arzt abgesprochen werden. Eine sogenannte Lichttherapie wird mit Erfolg bei Schlafstörungen angewandt, bei denen die Ursache in einem verschobenen inneren Schlaf/Wach-Rhythmus liegt.

Bei länger anhaltenden Schlafstörungen empfiehlt es sich in jedem Fall, den Arzt aufzusuchen und mit ihm gemeinsam festzustellen, woher die Schlafstörungen kommen und was man dagegen tun kann.
Tipps & Tricks

Bei leichteren Formen der Schlafstörung gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man sich auf eine ruhige Nacht einstellen kann.
Entspannen Sie Ihren Körper mit einem warmen Bad (34°C - 36°C). Sie können auch verschiedene Zusätze ins Badewasser geben, die die Körperentspannung zusätzlich fördern. Empfehlenswert sind Melissen-, Baldrian-, oder Hopfenzusätze.
Trinken Sie ein Glas warme Milch mit Honig.
Versuchen Sie sich geistig zu entspannen. Gerade schwerwiegende Probleme oder Sorgen sollten nicht vor dem Einschlafen diskutiert werden.
Wenn man absolut nicht einschlafen kann, sollte man sich auch nicht zu lange damit plagen: Stehen Sie auf und beschäftigen Sie sich noch eine Weile. Kochen Sie sich einen Tee oder lesen Sie etwas "Leichtes", bis Sie wieder müde sind.
Baldrian, Melisse, Hopfen oder Labendelblüten in Form von Tees wirken schlaffördernd.
Ein Glas Wein oder Bier kann ebenfalls das Einschlafen unterstützen. Jedoch sollte es nicht zu einem täglichen Mittel werden, da übermäßiger Alkoholkonsum wiederum zu Einschlafstörungen führen kann.
Ein kleiner Abendspaziergang an der frischen Luft kann helfen, zur Ruhe zu kommen.
Essen Sie nicht zu spät und zu reichhaltig. Das liegt schwer im Magen. Aber auch hungrig schläft es sich schlecht.
Wenden Sie eine der Entspannungstechniken an wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, die man beispielsweise an den örtlichen Volkshochschulen lernen kann.
Lüften Sie Ihr Schlafzimmer ausreichend. Die Raumtemperatur sollte 18°C nicht überschreiten. Sorgen Sie für ausreichend Ruhe und Dunkelheit im Zimmer. Bekanntermaßen schläft es sich schlecht mit Lärm.
Ein gutes Bett und eine gute Matratze sind Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf.
Halten Sie regelmäßige Schlafenszeiten ein.
Treiben Sie nicht unmittelbar vor dem Schlafen gehen Sport, da sonst der Kreislauf zu sehr angeregt wird.
Wichtig ist ein "Schlaf-Ritual", das den Abend und das Schlafengehen immer wieder gleich einleitet.

Schlaf / Schlafstörungen

Schlaf / Schlafstörungen

Allgemeines

Die Schlafforschung der letzten Jahre hat eines ganz klar herausgefunden: wir brauchen Schlaf, um uns zu erholen. Bekommen wir, egal aus welchen Gründen, zu wenig Schlaf, so können die unterschiedlichsten Störungen auftreten - von ausgeprägter Tagesmüdigkeit, über eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen bis hin zu Depressionen.

Wenn Sie persönlich abschätzen möchten, ob Sie unter erhöhter Tagesmüdigkeit leiden, machen Sie den folgenden Online-Test zur Einschätzung Ihrer Tagesmüdigkeit und füllen den Online-Fragebogen aus. Hinweis: Dieser Test ist keine Diagnose. Er soll lediglich die Einschätzung Ihrer Tagesmüdigkeit erleichtern. Je höher die Punktzahl ist, desto schwerwiegender ist Ihre (Tages-) Müdigkeit. Bei einer hohen Punktzahl (ab 10 Punkten) sollten Sie sich daher bitte an einen Facharzt (zum Beispiel einen Lungenfacharzt bzw. Pneumologen) wenden.

Um erholsam zu schlafen, ist es notwendig, alle Schlafphasen mehrfach und vollständig zu durchlaufen. Wird man beispielsweise in mehr als 4 Nächten hintereinander aus dem REM-Schlaf geweckt, so erhöht sich der Anteil an REM-Schlaf in ungestörten Nächten von normalerweise 20% bis 25% auf bis zu 30%. Besonders ausgeprägt ist aber die gesteigerte Dauer an Tiefschlaf, die nach Schlafentzug auftritt.

Viele Menschen fühlen sich dauerhaft müde. Genaue Gründe dafür sind nicht bekannt, es wurde aber beobachtet, dass unter Arbeitnehmern besonders diejenigen betroffen sind, die wenig Mitgestaltungsmöglichkeiten bei ihrer Arbeit und wenig Unterstützung durch Kollegen haben. Weiterhin haben Untersuchungen ergeben, dass sich Übergewicht bei Männern und Untergewicht bei Frauen negativ auf das Schlafverhalten auswirkt.

Betrachtet man alle Altersgruppen, so leiden Männer häufiger an Schlafstörungen als Frauen. Eine mögliche Erklärung liegt darin, dass Männer eine stärkere Veranlagung haben, an schlafassoziierten Atemstörungen zu leiden, als Frauen. Bereits männliche Säuglinge haben häufiger Atemschwierigkeiten und sterben öfter an plötzlichem Kindstod als Mädchen. Möglicherweise sind Frauen durch das weibliche Geschlechtshormon Progesteron vor im Schlaf auftretenden Atemstörungen geschützt. Denn nach der Menopause, die ja mit einer hormonellen Umstellung einhergeht, klagen auch Frauen vermehrt über Schlafstörungen und leiden öfter an Atemstörungen.
aus:/www.lungenaerzte-im-netz.de

Schnarchen / Syndrom / Apnoe

Schnarchen
Schnarchen ist eine Volkskrankheit. Während im Alter von unter 20 Jahren weniger als jeder Zehnte schnarcht, sind ab dem 65. Lebensjahr 40 bis 50% der Menschen betroffen. Das so genannte primäre oder einfache Schnarchen ist durch laute Atemgeräusche, die in den oberen Atemwegen entstehen, gekennzeichnet. Es stellt an sich keine Gefahr für die Gesundheit dar und muss deswegen in den meisten Fällen nicht behandelt werden. Unregelmäßiges, lautes Schnarchen jedoch ist nicht nur eine lästige Eigenschaft, sondern kann zudem auf ernst zu nehmende Atmungsstörungen hinweisen.

Schlafapnoe-Syndrom
Etwa 2 bis 3% der erwachsenen Bevölkerung leidet am so genannten Schlafapnoe-Syndrom. Mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, eine Schlafapnoe zu bekommen, wobei vor allem Männer betroffen sind. Schlafapnoe bedeutet übersetzt „Atemstillstand im Schlaf“. Bei einer Schlafapnoe sind die Atemwege der Betroffenen so verengt, dass die Atmung nicht nur deutlich erschwert ist, sondern sogar vollständig aussetzt. Das Schnarchen kann in manchen Fällen eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen, was in etwa der Lautstärke eines Presslufthammers entspricht. Die typischen Geräusche des Schnarchens, bei denen sich Atempausen mit heftigem Luftschnappen abwechseln, geben das Aus- und Einsetzen der Atmung akustisch wider. Bei der Schlafapnoe unterscheidet man zwischen einer obstruktiven und einer zentralen Apnoe.

Obstruktive Schlafapnoe
Vor allem Männer höheren Alters leiden an der obstruktiven Schlafapnoe. So sind etwa 20% der 40- bis 60-Jährigen und bis zu 60% der 65- bis 70-jährigen Männer betroffen. Frauen bleiben auf Grund einer anderen Anatomie im Halsbereich meist bis zur Menopause verschont. Danach sinken die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Zentrale Schlafapnoe
Die Wahrscheinlichkeit, an zentraler Schlafapnoe zu leiden, nimmt mit steigendem Alter zu. Jeder Vierte der über 60-Jährigen leidet unter schlafbezogenen Atmungsstörungen. Sie sind meist eine Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Therapie von Schlafstörungen

Therapie von Schlafstörungen

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie unter einer Schlafstörung leiden, die einer professionellen Behandlung bedarf.

In welchen Fällen sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Wenn Ein- oder Durchschlafstörungen (Insomnien) länger als einen Monat andauern und sich auch auf das Wohlbefinden am Tage auswirken.
Wenn Sie oder Ihre Kinder an Aufwachstörungen (Parasomnien) leiden, die eine übermäßige Tagesmüdigkeit zur Folge haben, aggressives Verhalten im Schlaf auftritt und dabei Verletzungsgefahr besteht, und wenn die Aufwachstörung eine gravierende Beeinträchtigung anderer Familienmitglieder nach sich zieht.
Wenn Verdacht auf Narkolepsie besteht.
Wenn Sie oder Ihr Partner unter dem Syndrom der ruhelosen Beine oder der periodischen Gliedmaßenbewegungen leiden.
Wenn Sie oder Ihr Partner laut und unruhig schnarchen und der Verdacht nahe liegt, dass Atemaussetzer auftreten.
Wenn ohne erklärbare Gründe die Fahrtüchtigkeit oder Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist, die Ausdauer bei der Verrichtung alltäglicher Routinearbeiten mangelhaft ist, oder Einschlafen in der Schule beobachtet wird.

Ob bei Ihnen Verdacht auf eine behandlungsbedürftige Schlafstörung besteht, können Sie hier testen.

Wenn Sie in diesem Fragebogen mehr als 3 Fragen mit „Ja" beantworten, liegt die Vermutung nahe, dass Sie unter einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung leiden. Dann sollten Sie bitte einen Facharzt (zum Beispiel einen Pneumologen) aufsuchen.

aus:
www.lungenaerzte-im-netz.de

Untersuchungen beim Pneumologen

Untersuchungsmethoden

Besuch beim Pneumologen

Fast jede medizinische Untersuchung beginnt mit einer Anamnese: Der Arzt befragt seinen Patienten nach seiner Krankengeschichte, seinen Beschwerden und den Umständen bzw. Situationen, in denen diese auftreten, um alle Anzeichen, die auf eine bestimmte Erkrankung hindeuten, zusammenzutragen. Dabei beabsichtigt er, neben den möglichen ursächlichen Faktoren auch persönliche Risikofaktoren (zum Beispiel Rauchen, berufliche Belastung) zu erfassen. In der folgenden körperlichen Untersuchung und möglichen apparativen Verfahren geht es dann darum, den Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung zu erhärten bzw. ähnliche Erkrankungen auszuschließen. In der Pneumologie sind die häufigsten Untersuchungsmethoden die folgenden (in alphabetischer Reihenfolge):
Allergie-Diagnostik
Blutgasanalyse
Computertomografie (CT)
Endoskopische Methoden (Bronchoskopie, Thorakoskopie & Mediastinoskopie)
Kernspintomografie (MRT)
Körperliche Untersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation
Lungenfunktionsuntersuchung (Spirometrie)
Lungenszintigramm
Pleurapunktion
Röntgen
Sputum-Diagnostik
Ultraschall-Diagnostik (Sonografie)

Ursachen für Schlafstörungen

Ursachen für Schlafstörungen

Psychologische Ursachen
Unzureichender Schlaf kann zu Depressionen führen, wenn auch die Ursachen von Depressionen in vielen Fällen nicht bekannt sind. Umgekehrt können auch Depressionen die Ursache für Schlafprobleme sein. An Depression erkrankte Personen leiden oft an Schlaflosigkeit (Insomnie) oder wachen vorzeitig auf und können dann nicht mehr einschlafen. Unabhängig davon, ob eine Schlafstörung durch eine Depression bedingt ist oder umgekehrt, kann die Einhaltung der Regeln der Schlafhygiene eine deutliche Verbesserung des Schlafes bringen. Um eine Depression mit Medikamenten behandeln zu lassen, soll in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Auch Angstgefühle und großer Druck in der Schule oder am Arbeitsplatz, familiäre oder gesundheitliche Probleme oder der Verlust einer geliebten Person können zu depressiven Verstimmungen und damit zu Ein- und Durchschlafstörungen führen. Stress ist die häufigste Ursache für kurzzeitige Schlafstörungen.

Andere Erkrankungen als Ursache
Viele Erkrankungen können sich negativ auf den Schlaf auswirken. So hat man festgestellt, dass mehr als 75% aller Parkinsonpatienten nicht ausreichend schlafen. Auch viele andere neurologische Erkrankungen bringen die Betroffenen um ihren Schlaf. Dazu zählen Erkrankungen des Kleinhirns, Chorea , Dystonie , Epilepsie , Multiple Sklerose und Erkrankungen des Muskelapparates. Ebenso können chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (wie chronisch obstruktive Bronchitis, Lungenemphysem oder COPD ) und nächtliche Asthmabeeschwerden Ursachen für Schlafstörungen sein.

Umweltbedingte Schlafstörungen
Schlaflosigkeit und/oder übermäßige Schläfrigkeit können auch durch störende Umweltfaktoren verursacht werden. Lärm, egal ob er von Verkehrsmitteln am Boden oder in der Luft ausgeht, zu niedrige oder zu hohe Temperaturen, Sturm oder Erschütterungen können sich störend auf den Schlaf auswirken. Dazu zählen auch Störungen durch Mitmenschen - beispielsweise schnarchende Bettpartner, Säuglinge, die in regel- oder unregelmäßigen Abständen gestillt werden wollen oder andere pflegebedürftige Familienangehörige - sowie Konflikte mit Mitmenschen, die Stress verursachen. In der Regel normalisiert sich der Schlaf, wenn die umweltbedingte Störung wieder wegfällt.

Durch chemische Substanzen verursachte Schlafstörungen
Es gibt eine Vielzahl von chemischen Stoffen, die den Schlaf stören können. Dazu gehören viele Medikamente, zum Beispiel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, wie Asthma, chronisch obstruktive Bronchitis, oder Lungenemphysem . Dadurch wird das Ein- und Durchschlafen erschwert. Einige der Medikamente beinhalten Theophyllin, das stimulierend wirken kann. Ebenso können Antidepressiva, Nasen-Sprays, Antihistaminika , aspirinhaltige Arzneimittel und koffeinhaltige Schmerzmittel den Schlaf und den Wachzustand negativ beeinflussen. Medikamente zur Behandlung von Herzerkrankungen können neben Schlaflosigkeit auch Alpträume auslösen. In jedem Fall sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden, um zu besprechen, ob ggf. bestimmte Medikamente, die Sie einnehmen, den Schlaf beeinflussen könnten und welche möglichen Alternativen es gibt.

Nicht nur künstlich hergestellte Stoffe können den Schlaf stören. Natürliche, hormonelle Veränderungen, wie sie regelmäßig während des Menstruationszyklus auftreten, können zum Beispiel Krämpfe und Kopfschmerzen hervorrufen, die einen erholsamen Schlaf erschweren. Ebenso können Veränderungen durch eine Schwangerschaft oder die Menopause, wie Hitzewallungen oder übermäßiges Schwitzen, Schlafstörungen verursachen.

aus:/www.lungenaerzte-im-netz.de

verschiedene Schlafstörungen

So vielfältig wie die Ursachen von Schlafstörungen sein können, so unterschiedlich sind auch die Symptome, die bei Patienten mit Schlafstörungen zu finden sind:

Müdigkeit am Tage
Einschlafneigung und Schlafzwang in langweiligen Situationen
Kopfschmerzen
verminderte Leistungsfähigkeit
Stress am Arbeitsplatz
Gedächtnisstörungen
Gereiztheit oder Traurigkeit bis hin zur Depression
Sexualstörungen wie Impotenz
Ein- und Durchschlafstörungen
Ohrgeräusche
übermäßiges nächtliches Schwitzen
vermehrt nächtliches Wasserlassen

Schnarchen als Beziehungskiller

Therapie

Falten im Magenausgang stoppen sauren Reflux

Falten im Magenausgang stoppen sauren Reflux
Im Zusammenhang mit der Erkrankung an Schlafapnoe klagen viele Betroffene über nächtlichen sauren Reflux. Diese Erkrankung wurde jetzt erstmalig von irischen Medizinern am St. James Hospital in Dublin erfolgreich behandelt, indem man per Endoskop durch zwei Nähte Gewebefalten in der Kardia gebildet habe, die den Reflux von Mageninhalt verhindern.

Die Mediziner berichten über ihre Erfahrungen bei 22 Patienten im mittleren Alter von 39 Jahren, die wegen einer hartnäckigen Refluxerkrankung langfristig Protonenpumpenhemmer (PPI ) einnehmen oder operiert werden mussten. Als Alternative bot sich das endoskopische Verfahren mit Bildung von Kardia-Falten an, dem die Patienten zustimmten. Die Behandlung war so erfolgreich, dass die sofort nach dem Eingriff festgestellte Verbesserung auch nach einem Jahr noch genauso wirksam war.

Häufigkeit und Ausprägung von Sodbrennen waren innerhalb des ersten Jahres nach der Therapie konstant signifikant geringer gewesen als vor der Behandlung. Auch der Bedarf an PPI war ein Jahr nach dem endoskopischen Eingriff noch immer 64 Prozent niedriger als vor der Therapie.

Zwölf Monate nach der Behandlung benötigten nur 35 Prozent der beteiligten Patienten überhaupt noch das säurehemmende Medikament. Weiterhin stellte man fest, dass der positive Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten, bewertet wurden hier etwa Schlafstörungen oder Einschränkungen im sozialen Bereich, gleichmäßig erhalten blieb.

Für eine endgültige Bewertung der endoskopischen Therapie sind nach Meinung der irischen Mediziner noch längere Nachbeobachtungszeiten nötig, aber auch prospektive Studien, in denen die neue Therapieform mit der medikamentösen und der chirurgischen Standardtherapie verglichen wird. Die neue endoskopische Therapie wird in Deutschland derzeit auch in einer Multizenterstudie geprüft, berichtet PD Dr. Karel Caca von der Universitätsklinik in Leipzig.

(Quelle: Ärztezeitung)

Therapie der Schlafapnoe

Therapie der Schlafapnoe

Zu den Therapiemöglichkeiten gehören:

* Nasale Atemtherapiegeräte = wirksamste Standardtherapie,
über 90 %

* Medikamente (Theophyllin)

* Biß-Schienen

* Operation bei Anomalien

* Zungenmuskeltraining

* Somniplastik (Radiofrequenzverfahren)

Nach kurzer Anwendung der Atemtherapie verbessert sich das Befinden drastisch. Diese Therapie setzt eine Akzeptanz und einen Lernprozess beim Einzelnen voraus.

Therapiebegleitmaßnahmen:
* Dauerstress reduzieren
* Verzicht bzw. Einschränkung auf Alkohol und Nikotin
* Gewichtsreduktion
* Oberkörperhoch- und Seitenlagerung beim Schlaf
* keine Nachtschichtarbeit

Diagnose / Therapie - Schlafapnoesyndrom (SAS)

Das Ziel muss sein: den mündigen Patienten in den Ablauf von Diagnose / Therapie mit einzubeziehen,
damit die volle Therapieakzeptanz erreicht wird.

Folgender Ablauf brachte bisher die besten Ergebnisse:

Jeder Arzt sollte die Symtome des SAS kennen und entsprechend handeln
- umgehende Überweisung zu einem Somnologen, der die notwendigen Untersuchungen durchführt:
* Screening, soweit evtl. weitere notwendige Facharztuntersuchungen
* Patienten zur Kontaktaufnahme mit einer Selbsthilfegruppe anhalten
* bei entsprechendem Befund Überweisung in ein qualifiziertes Schlaflabor
* Wartezeiten bis zur Behandlung im Schlaflabor:
- in dringenden Fällen umgehend, sonst höchstens 6 Wochen

im Schlaflabor:
* Patienten über den Sinn und Zweck der Verkabelung informieren
* Aufklärung des Patienten über das SAS:
* Auswirkungen bei Nichtbehandlung, Folgekrankheiten usw., bei der Erstversorgung mit einem Atemtherapiegerät (nur mit Atemluftbefeuchter) bestimmt der Arzt die Kategorie: nCPAP, BiLevel, oder BiLevel ST, der Patient hat einen Anspruch auf die Wahl des Gerätes (verordnungsfähig sind nur Geräte mit einer neuen Hilfsmittelnummer)
der Patient muss eine eingehende Einweisung in / über das Atemtherapiegerät erhalten:
* Handhabung, Bedienung, Wartung, Pflege, sowie über die Wirkung und Nebenwirkungen aufgeklärt werden (die Therapie mit einem Gerät ist eine notwendiger Eingriff in die Lebensgewohnheit, um einen Erfolg zu erzielen - analog einer Operation)
* Aussuchen einer passenden und vom Patienten akzeptierten Maske mit entsprechender
Kopfbänderung und ggf. das notwendige Ausatemventil
* eingehende Einweisung zur Reinigung und Pflege des Zubehörs
* Psychologische Vorbereitung des Patienten im Hinblick auf das Leben mit einer Maske / Gerät
* dem Patienten eine Kopie der Befunde aushändigen
* Patienten wieder zu einer Selbsthilfegruppe verweisen
* dem Patienten eine Kopie der Befunde aushändigen
* notwendige Kontrolluntersuchungen einplanen und durchführen
* Rücküberweisung an den Hausarzt / Facharzt:
* diese müssen bestehende Dauermedikationen überprüfen und ggf. neu einstellen

Therapie - Beeinträchtigungen:

Folgende Krankheiten oder Ursachen können unter anderem die
Schlafapnoetherapie zum Teil erheblich beeinträchtigen:
* Atemtherapiegerät / Maske

- kein adäquates Gerät
- Druckeinstellung nicht korrekt
- BiLevel Geräte: Triggerung nicht richtig eingestellt
- BiLevel ST Geräte: Triggerung und / oder Ein-/Ausatmung (in %) nicht richtig eingestellt
- fehlender Atemluftbefeuchter
- Gerät wird zeitweise nicht benutzt
- Maske nicht passend
- Fehlende Psychologische Betreuung bei der Geräte- Erstverordnung:
- auf das Leben mit dem Gerät und der Maske

* Azidose - (Störung im Säure - Base - Haushalt)
* Bluthochdruck - nicht richtig eingestellt
* Borreliosen - (Bakterien die durch Läuse oder Zecken übertragen werden) mittels
Dunkelfelduntersuchung durch Giemsa - Färbung darstellbar
* Diabetes - nicht richtig eingestellt
* Geldrollen -Zusammenkleben der roten Blutkörperchen
* Herzrhythmusstörungen - nicht richtig eingestellt
* andere chronische Schlafstörungen (z.B. RLS, Narkolepsie)
* Epilepsien
Auszug vom:
LANDESFACHVERBAND SCHLAFAPNOE /
ATEMSTILLSTAND UND CHRONISCHE SCHLAFSTÖRUNGEN e.V.
* Der Landesfachverband Schlafapnoe des Landes Thüringen *

Tipps & Hilfe für Betroffene

Noch keine Informationen

Atemmaske

Atemmaske

Was mache ich, wenn Hautrötungen und Druckstellen auftreten?
Möglicherweise hat Ihre Maske die falsche Größe. Druckstellen können bei ungünstigem Sitz der Maske im Bereich des Nasenrückens dadurch beheben, indem man die Stellen, die mit der Haut in Berührung kommen, mit einem weichen Material (Pflaster) abklebt.
Manchmal reicht es schon aus, wenn die Kopfhalterung der Maske gelockert wird.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung anderer Maskengrößen oder –formen.

Wie reagiere ich auf Augenreizungen, die durch die entweichende Luft entstehen?
Möglicherweise ist die Maske undicht. Entweder Sie dichten die Maske zusätzlich ab oder bitten Ihr Schlaflabor um Ersatz bzw. eine andere Größe der Maske.

Was kann ich machen, wenn die eingeatmete Luft zu kalt ist?
Man kann entweder die Raumtemperatur erhöhen oder den Schlauch unter die Bettdecke legen.
Wie wird die Maske gereinigt?
Eine Reinigung der Maske soll täglich vorgenommen werden. Am besten mit Geschirrspülmittel reinigen, anschließend mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen. Außerdem sind die Reinigungs- und Pflegehinweise in der Gebrauchsanleitung unbedingt zu beachten.

Was macht man, wenn das Therapiegerät zu laut ist und man dadurch nicht schlafen kann?
Die modernen Therapiegeräte sind in der Regel sehr leise (unter 30 dB) und stören den Schlaf nicht mehr. Empfindet man das noch zu laut, kann man das Gerät hinter einen Gegenstand oder unter das Bett stellen.

Der gesundheitliche Domino-Effekt

Der gesundheitliche Domino-Effekt

Wenn eine Schlafapnoe nicht behandelt wird, wirkt sich dies schon bald negativ auf den gesamten Organismus aus. Dieses Kapitel verschafft Ihnen einen umfassenden Überblick, welche gesundheitlichen Folgen die nächtlichen Atemaussetzer nach sich ziehen können.

Ein regelmäßiger, ruhiger Nachtschlaf ist ganz entscheidend für unsere Gesundheit. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Schlafstörungen wirken sich in weiten Bereichen negativ auf Lebensqualität und tägliches Wohlbefinden aus.

Bleibt die Schlafapnoe unbehandelt, zieht dies eine ganze Reihe teils gravierende Folgeerkrankungen nach sich – ähnlich wie bei einem umgestoßenen Dominostein, der automatisch weitere Steine umfallen lässt. Letztlich verkürzt eine ausbleibende Behandlung der Schlafapnoe die Lebenserwartung, das haben verschiedene wissenschaftliche Studien erwiesen.
Auswirkungen auf das Herz-/Kreislaufsystem

Besonders ernst nehmen sollten Sie die Auswirkungen auf Herz, Kreislauf und das Gehirn. Die Schlafapnoe kann lebenswichtige Körperfunktionen empfindlich stören, die Folgen reichen von Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Außerdem erhöht sich im Alter das Risiko, im Schlaf einem plötzlichen Herztod oder Schlaganfall zu erliegen.

Einen direkten Zusammenhang gibt es auch zwischen SBAS und Bluthochdruck: Medizinische Untersuchungen zeigen, dass zwischen 50 und 70 Prozent der Apnoe-Patienten unter dauerhaft erhöhtem Blutdruck leiden. Gleichzeitig sind fast ein Drittel der Menschen mit Bluthochdruck auch von einer Schlafapnoe betroffen. Insofern kann die Schlafapnoe tatsächlich eine Ursache für Bluthochdruck sein.
Vorsicht Unfall!

Wer nicht erholsam schläft, ist tagsüber permanent müde und kann sich nicht richtig konzentrieren. Gerade im Straßenverkehr kann das fatal werden: Nach einer Untersuchung des HUK-Verbandes¹ ist das Einschlafen am Steuer die häufigste Unfallursache mit Todesfolge auf Autobahnen, und mindestens ein Viertel aller Autobahnunfälle gehen auf das Konto der Schlafapnoe.
Die möglichen Folgen der Schlafapnoe im Überblick:
Herzrhythmusstörungen
Koronare Herzkrankheit
Herzinfarkt
Herzinsuffizienz
plötzlicher Herztod
Schlaganfall
schwer oder gar nicht einstellbarer Bluthochdruck
krankhafte Vermehrung der roten Blutkörperchen
nächtliches Nasenbluten
erektile Dysfunktion (Impotenz)
Depressive Verstimmungen, Depressionen

Neben den rein körperlichen sind auch psychische Probleme nicht zu unterschätzen. Angefangen von emotionaler Antriebslosigkeit und geistiger Erschöpfung bis hin zur Depression können SBAS die Seele und das psychische Gleichgewicht stark durcheinander bringen.

Das „Henne-Ei-Prinzip”

Keine Ursache ohne Wirkung, das ist ein Grundprinzip. Aber was war zuerst da – die eigentliche Erkrankung oder die Folge davon? Leider wird diese Frage in ärztlichen Untersuchungen oft falsch beantwortet. Die Schlafapnoe wird nicht als eigentliche Ursache für viele Erkrankungen diagnostiziert. Der wahre Auslöser bleibt im Verborgenen, stattdessen werden nur die Symptome behandelt.

Wenn Sie vermuten, dass Ihre Beschwerden vielleicht etwas mit einer nächtlichen Atmungsstörung zu tun haben – zögern Sie nicht, sich Ihrem Hausarzt oder Internisten anzuvertrauen. Denn die aktuelle Schlafforschung und -medizin kann mit Früherkennung und richtiger Behandlung sehr viel erreichen, damit Sie (sich) gesund schlafen können.

1) Quelle: HUK-Verbandsstudie
„Abschätzung des Unfallrisikos bei obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) durch Fahrsimulation”; Pneumologie 2002; 56: 13-18, DOI: 10.1055/s-2002-19587

Downladen von Vorlagen

Desweiteren sehen Sie zwei vorgefertigte Anträge zum beantragen einer Stromkostenerstattung bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Als Schlafapnoe-Kranker, der ein Beatmungsgerät benutzt, steht Ihnen lt. Gesetz zumindest eine pauschale Teilerstattung der Stromkosten des vergangenen Jahres zu!! Mit Doppelklick auf http://www.schlafapnoe-kassel.de/erstattungbkkdeutschland.doc bekommen Sie den entsprechenden Vordruck auf Ihren Rechner! Sollten Sie kein Mitglied bei der BKK sein, laden Sie sich den anderen Antrag mit http://www.schlafapnoe-kassel.de/erstattungkrankenkassen.doc auf Ihren Rechner!! Bei diesem so genannten downloaden (herunterladen), dürfen Sie in dem folgenden Fenster nicht auf ÖFFNEN klicken, sondern müssen den Auftrag SPEICHERN benutzen!! Hierbei ist es wichtig, sich zu merken, wo der Download auf Ihrem PC landet, denn nur so können Sie ihn wiederfinden und weiterverarbeiten!!!! Wenn Interesse besteht, können Sie sich hier auch eine Ärzteliste downloaden. Es handelt sich hierbei um Ärzte bzw. Schlaflabore in Hessen, welche mit dieser Krankheitsform vertraut sind und auf alle Fälle helfen können. Klicken Sie hier

Fragen und Antworten

Schlaf-Apnoe allgemein

Was ist Schlaf-Apnoe?
Apnoe heißt Atemstillstand. Schlaf-Apnoe bedeutet, dass es während des Schlafes zu Atemstillständen kommt, die länger als 10 Sekunden dauern. Jeder Mensch hat im Schlaf wenige und kurze Apnoen, das ist normal. Treten pro Stunde Schlaf mehr als fünf Apnoen auf, so liegt eine Schlaf-Apnoe vor.

Welche Formen von Apnoen gibt es im Schlaf?
Die Mehrzahl der Patienten leidet an einem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom. Hierbei entstehen die Atempausen (Apnoen) durch einen Verschluss der oberen Atemwege infolge eines passiven Kollaps der Gewebe im Rachen. Ein relativ kleiner Teil der Patienten leidet an einem zentralen Schlaf-Apnoe-Syndrom. Im Gegensatz zu den obstruktiven Apnoen entsteht der Atemstillstand bei den sogenannten "zentralen Apnoen” nicht durch einen Verschluss der oberen Atemwege, sondern durch ein Ausbleiben der stimulierenden Impulse des Atemzentrums an die Atemmuskulatur. Die Atemwege selbst bleiben hierbei im Regelfall offen. Häufig werden während Polysomnographien so genannte "gemischte Apnoen” beobachtet. Hier beginnt die Apnoe mit einem "zentralen Teil” und geht kontinuierlich in einen "obstruktiven" Teil über. Diese Form von Apnoe entspricht weitgehend den obstruktiven Apnoen und gehört somit zum obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom.

Wie gefährlich ist Schlaf-Apnoe?
Dies ist u.a. abhängig von dem Schweregrad des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms. Durch eine Schlaf-Apnoe erhöht sich das Risiko zu Bluthochdruck und damit deren Folgekrankheiten wie Herzerkrankung oder Schlaganfall.

Gibt es eine Schweregradeinteilung bei der Schlaf-Apnoe?
Man geht z.B. vom Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) aus und stellt fest, dass Personen mit einem AHI < 10/h einen leichtgradigen Befund haben und Patienten mit einem AHI > 40/h einen schwergradigen Befund aufweisen. Eine Definition des Schweregrades einer Erkrankung muss aber neben Messwerten immer auch die Symptome und Beschwerden der Patienten mit einbeziehen.

Was heißt AHI?
AHI bedeutet Apnoe-Hypopnoe-Index und beschreibt die Anzahl an Atemstillständen und Perioden deutlich verminderter Atemtiefe mit Sauerstoffabfall in der Stunde. Ein Beispiel: Bei 20 Apnoen und 10 Hyopnoen beträgt der AHI = 30.

Warum sind nächtliche Atempausen so gefährlich?
Durch die Apnoe sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Der Organismus wird nicht immer ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Besonders die stark sauerstoffverbrauchenden Organe wie das Gehirn und das Herz sind hiervon betroffen. Es können Herzrhythmusstörungen auftreten, der Blutdruck kann steigen (statt, wie normalerweise, im Schlaf abzusinken). Durch die wiederholten Sauerstoffabfälle "schlägt das Gehirn Alarm", der natürliche Schlafablauf wird unterbrochen (Weckreaktion). Tief- und Traumschlaf werden nicht erreicht, der Schlaf ist nicht mehr erholsam, der Betroffene ist tagsüber müde.

Welches sind die wichtigsten Folgen bei Schlaf-Apnoe?

* Schlafstörungen
* lautes Schnarchen
* extreme Tagesmüdigkeit
* sich permanent unausgeschlafen fühlen
* verminderte Leistungsfähigkeit
* Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
* morgendlicher Kopfschmerz
* Auswirkungen auf die Körperfunktionen (Herz, Blutdruck)
* depressive Verstimmungen
* Angstzustände
* Schwindelattacken
* abnehmendes Selbstwertgefühl
* nächtliche Unruhe mit starkem Schwitzen und Nykturie (nächtliches Wasserlassen)
* Albträume
* Impotenz
* Schlafzwang
* übermäßiger Kaffeekonsum und/oder Esszwang, um die Müdigkeit zu kompensieren
* verminderte Teilnahme am sozialen Leben
* verminderte Lebensqualität

Sind Atemstillstände immer gefährlich?
Auch gesunde Menschen haben nachts gelegentlich Atempausen. Hier entscheidet die Häufigkeit und Länge der Atempausen über die Bedrohung des Gesundheitszustandes. Ab 5 Atempausen pro Stunde mit mehr als 10 Sekunden Dauer pro Atemstillstand sollte behandelt werden.

Ist Schnarchen in jedem Fall gesundheitsschädlich?
Nicht von vornherein, solange es nicht zu Atemstillständen bestimmten Ausmaßes kommt oder sich keine Veränderung der gesunden Schlafstruktur einstellt.

Wann ist das Risiko zu einer obstruktiven Schlaf-Apnoe erhöht?
Patienten mit Übergewicht sind besonders gefährdet. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter. Übermäßiger Alkoholkonsum und stark beruhigende Medikamente (auch Schlafmittel) sind zu vermeiden.

Ist Schlaf-Apnoe heilbar?
Bei einem leichtgradigen obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom kann es gelingen, z. B. durch eine deutliche Gewichtsreduktion oder durch operative Eingriffe am Rachen bzw. am Kiefer, tatsächlich eine Heilung zu erzielen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur für einen sehr kleinen Teil der Patienten. Für die weit überwiegende Mehrheit steht nur eine symptomatische Therapie, z. B. im Sinne einer nasalen CPAP-Therapie, zur Verfügung.

Was ist ein Arousal?
Es handelt sich um eine sogenannte "Not”- oder "Schutz”-Weckreaktion des Körpers aufgrund eines Sauerstoffmangels im Blut – verursacht durch Atemstillstände. Hierdurch wird der Schlaf unterbrochen. In den meisten Fällen merkt der Betroffene gar nichts davon.

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Schlaf-Apnoe-Diagnose

Wie wird Schlaf-Apnoe diagnostiziert?
Wichtig ist die Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese). Berichte vom Bettpartner beobachten. Schnarchen lässt häufig den Verdacht auf eine Schlafapnoe zu. Erhöhtes Körpergewicht und Erhöhung des Halsumfanges sprechen überdies für diese Diagnose. Weitere typische Symptome wie Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung am Tage und bei Männern Potenzstörungen erfassen. Die weitere Diagnostik sollte dann durch eine ambulante Untersuchung mit einfachen Messmethoden erfolgen. Hier kann mit ausreichender Sicherheit eine Ausschlussdiagnose erfolgen. Bei der Messung eines Apnoe-Hypopnoe-Index von über 10 pro Stunde sollte immer eine Untersuchung im Schlaflabor erfolgen.
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Schlaf-Apnoe-Therapie

Was heißt nCPAP?
Unter nCPAP (nasal continuous positiv airway pressure = nasaler kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck) wird eine Therapie verstanden, bei der durch ein Therapiegerät ein positiver Luftdruck in den Atemwegen aufgebaut wird. Die Höhe des Drucks wird zuvor im Schlaflabor für jeden Patienten individuell ermittelt und am Therapiegerät fest eingestellt.

Was verbirgt sich hinter APAP bzw. auto-CPAP?
Einige Patienten mit obstruktiver Schlaf-Apnoe weisen einen stark schwankenden Druckbedarf auf. Hier können "auto-CPAP-Geräte" oder auch "intelligente CPAP-Geräte" weiterhelfen. Sie erkennen zu jedem Zeitpunkt, ob sich eine Obstruktion aufbaut und greifen rechtzeitig steuernd, d.h. mit einer Druckerhöhung, ein, um den Verschluss der Atemwege zu verhindern.

Was ist Bi-Level?
Bi-Level ist eine spezielle Beatmungsform bei der Therapie der Schlaf-Apnoe und wird bei Patienten mit ständig hohen Druckwerten eingesetzt. Bi heißt zwei, d.h., es gibt 2 unterschiedliche Druckniveaus. Während der Ausatmung ist der Druck niedriger als in der Einatemphase. Die Gesamtdruckbelastung wird dadurch geringer.

Wie häufig sollte das Gerät benutzt werden?
Jede Nacht, es gibt keine Ausnahme. Ansonsten wird kein erholsamer Schlaf erzielt.

Warum haben manche Patienten speziell angefertigte Masken?
Für den Effekt der nächtlichen Beatmung ist der gute Maskensitz von größter Bedeutung. Wenn in Einzelfällen die serienmäßig angebotenen verschiedenen Maskenmodelle nicht passen, muss anhand eines Gipsabdruckes eine spezielle Maske angefertigt werden.

Bekommt man mit der Nasenmaske genügend unverbrauchte Luft zum Einatmen?
An oder kurz hinter der Maske befindet sich ein "Ausatemventil”. Hierbei handelt es sich entweder um ein luftdurchlässiges Porenmaterial, um einen Ringschlitz oder ein einfaches Loch, aus dem die ausgeatmete Luft garantiert entweichen kann. Selbst mit einer Mund-Nasenmaske kann ganz normal ausgeatmet werden.

Welche Nebenwirkungen können bei der CPAP-Therapie auftreten?
Die häufigsten Nebenwirkungen sind durch die Maske hervorgerufene Druckstellen im Gesicht, Fließschnupfen, trockene Nase oder/und trockener Mund, Reizung der Augenbindehaut durch Zugluft, Druckgefühl über den Nasennebenhöhlen und gegebenenfalls Luftübertritt in den Magen. Die meisten der erwähnten Nebenwirkungen können durch eine bessere Maskenanpassung oder/und den Einsatz eines Atemluftbefeuchters behoben werden. Bei einem empfindlichen Magen kann über eine auto-CPAP-Therapie nachgedacht werden, da hier der mittlere Therapiedruck niedriger liegt.

Was hilft gegen eine ausgetrocknete Nase?
Abhilfe kann ein Atemluftbefeuchter verschaffen, der die Luft anfeuchtet und damit das Austrocknen der Schleimhäute verhindert.

Die eingeatmete Luft ist zu kalt.
Die Eigenwärme der Patienten erhöht die Lufttemperatur um 5° C. Wenn es immer noch zu kalt ist, kann der knicksichere Schlauch einfach unter die Bettdecke gelegt werden.

Kann man sich durch die nCPAP-Behandlung erkälten?
Nein. Allerdings klagen einige Patienten über Beschwerden bei der Einatmung kalter Luft. Hier hilft eine Erwärmung der Einatemluft.
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Gerätegebrauch

Wie häufig ist das Gerät zu reinigen?
Die Maske, das Ausatemventil und der Anfeuchter sollten täglich gereinigt werden. Die Kopfbefestigung sollte in dem Rhythmus, in dem der Patient auch seine Nachtwäsche wechselt, gewaschen werden. Schlauchverbindungen sollten mindestens einmal im Monat gereinigt werden. Eine Übersicht zu den Details erhalten Sie vom Hersteller, ansonsten ist alles in der Gebrauchsanweisung angegeben.
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Bestellhinweise/Kostenübernahme

Kann das Gerät direkt beim Hersteller bestellt werden?
Hersteller vertreiben die Therapieprodukte oft nicht direkt, sondern über speziell geschulte Fachhändler. Der für Sie zuständige Fachhändler übernimmt die gesamte Versorgung und ist stets bei Fragen zum Gerät oder zum Zubehör für Sie da. Auch wenn es um Bestellungen geht, sollten Sie sich generell an Ihren Fachhändler wenden, i.d.R. finden Sie auf Ihrem Gerät einen Aufkleber mit dem Hinweis, welcher Fachhändler Sie berät.
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Wer übernimmt die Kosten der Schlaf-Apnoe-Therapie?
Die Kosten werden, wenn ärztlicherseits die Notwendigkeit bescheinigt ist, von den Krankenkassen getragen. Lediglich einige Privatversicherungen tragen die Kosten nur zum Teil oder gar nicht, sofern die nCPAP-Therapie in den Versicherungsverträgen nicht ausdrücklich erwähnt ist. Dennoch übernehmen die meisten Privatversicherungen die Therapiekosten auf dem Kulanzweg.

Merkblatt Schlafapnoe und operative Eingriffe

Merkblatt Schlafapnoe und operative Eingriffe

Es ist bekannt, dass Schlafapnoe ein erschwerender Faktor bei der Anästhesie sein kann. Es ist auch bekannt, dass der Anästhesist, wenn ihm bei dem für eine Operation vorzubereitenden Patienten eine Schlafapnoe bekannt ist und er geeignete Maßnahmen zur Offenhaltung der Atemwege ergriffen hat, die mit der Anwendung der Anästhesie bei diesen Patienten verbundenen Risiken bedeutend reduzieren kann.

Obgleich es bisher keine klinischen Untersuchungen bezüglich Anästhesie bei Schlafapnoe-Patienten gegeben hat, zeigt die klinische Erfahrung die besondere Problematik der Anästhesie bei diesen Patienten. Der Grund für mögliche Probleme ist in der Natur des Schlafapnoe-Syndroms zu suchen, das durch wiederholte Obstruktionen der oberen Atemwege gekennzeichnet ist. Bekanntlich kann das Schlafapnoe-Syndrom auch von Aufweckreaktionen und arterieller Sauerstoffentsättigung begleitet werden.

Die Narkose unterdrückt die Muskelaktivität der oberen Atemwege und kann deshalb die Atmung durch Verschluss der oberen Atemwege zusätzlich beeinträchtigen, das heißt dass die Anzahl und Dauer der Apnoen sich erhöhen und die arterielle Sauerstoffsättigung sich reduzieren kann. Darüber hinaus verhindert die Narkose die Weckreaktionen, die während des normalen Schlafs eintreten. Die auf die Schlafapnoe gerichtete Aufmerksamkeit sollte sich in der nachoperativen Phase fortsetzen, weil durch die andauernd schmerzstillenden und die Atmung dämpfenden Effekte des Narkosemittels Schwierigkeiten auftreten können, ebenso wie mit einigen Schmerzmitteln.

Bei der Erkrankung Schlafapnoe ist es deshalb anzuraten, solche Patienten noch für einige Stunden nachdem ihnen die letzte Dosis Narkotikum, Opiate oder Beruhigungsmittel verabreicht wurden in der Intensivmedizin überwachen zu lassen, jedenfalls länger als es Patienten benötigen, die keine Schlafapnoe haben. Am besten wäre es, wenn die Schlafapnoe-Patienten noch über eine volle Schlafperiode intensiv überwacht würden. Deswegen scheint in vielen Fällen auch die ambulante Operation für Schlafapnoe-Patienten ungeeignet zu sein.

Bei der voroperativen Bewertung und physischen Untersuchung des Patienten muss der Anästhesist die voroperative Medikation, z. B. die Beruhigungsmittelgabe sehr sorgfältig planen, da diese, ebenso wie die Narkose, die Muskeltätigkeit der oberen Atemwege unterdrückt. Während der Operation selbst gilt die erste Sorge des Anästhesisten der Offenhaltung der Atemwege.

Die Aufwachphase aus der Narkose kann für Schlafapnoe-Patienten ebenfalls problematisch sein. Bei Patienten, die zur Behandlung der Schlafapnoe operiert wurden, können die Atemwege durch Schwellung und Entzündung verengt sein. Es kann auch Schwellungen der oberen Atemwege im Zusammenhang mit In- oder Extubation geben. Wenn in der postoperativen Phase Narkotika gegeben werden müssen, ist eine geeignete Überwachung von Sauerstoffsättigung, Luftzufuhr und Herzrhythmus notwendig, weil narkotische Schmerzmittel Apnoen herbeiführen oder ihre Zahl vergrößern können, was zu Atemstillstand führen kann. Die die Operation begleitende Sorgfalt muss sich in der postoperativen Phase fortsetzen.

Viele Patienten brauchen postoperative Intubation und ein Beatmungsgerät, bis sie vollständig wach sind. Patienten die bereits ein nCPAP-Gerät anwenden, sollten es auch in der postoperativen Phase benutzen, wobei der Beatmungsdruck ständig überwacht werden sollte damit er den Erfordernissen immer individuell angepasst ist.

Dies führt zu dem Schluss, dass Schlafapnoe-Patienten solange unter Überwachung bleiben sollen, bis sichergestellt ist, dass ihre Atmung nicht eingeschränkt ist. Es ist also im Interesse der betroffenen Patienten, dass die Anästhesisten der Schlafapnoe weitestgehend Rechnung tragen und mit äußerster Umsicht die Anästhesie vorbereiten und bei Operation und Nachbehandlung begleiten.

(Quelle: American Sleep Apnea Association, 2003)

Schlafapnoe und Blutspenden

Schlafapnoe und Blutspende
Der DRK -Blutspendedienst Nordhrein-Westfalen hat im Jahr 1999 ein Faltblatt herausgegeben, in dem über Risiken von Schlafapnoe-Patienten und deren grundsätzliche Eignung als Blutspender Auskunft gegeben wird. Nachstehend veröffentlichen wir den entsprechenden Text:
"Aufgrund der bei Ihnen vorliegenden Diagnose müssen wir Sie zu Ihrem eigenen Schutz leider auf die Dauer von der Blutspende zurückstellen.

Bei der Schlafapnoe wird eine Regulationsstörung in der Sauerstoffversorgung des Gehirns angenommen. Im Rahmen der Blutspende wird einem Spender mit den 500 ml Blut auch eine gewisse Anzahl roter Blutkörperchen entnommen, die den Sauerstoff zu allen Organen unseres Körpers transportieren. Im ungünstigsten Fall könnte daher bei einer bereits vorliegenden Störung der Versorgung eines Organs bei einem Blutspender durch die Spende selbst ein Schaden entstehen.

Da uns das Wohlergehen unserer Spender sehr am Herzen liegt, wir auch durch Richtlinienvorgaben dazu angehalten sind, dürfen wir keinen Spendewilligen zur Blutspende zulassen, für den die Spende mit einem erhöhten Risiko verbunden sein könnte.“

Schlafhygiene

Schlafhygiene

Im Folgenden möchte ich Ihnen noch einige allgemeine Ratschläge zur Schlafvorbereitung an die Hand geben:

* Genehmigen Sie sich eine wirkliche Erholungspause nach den Aktivitäten des Tages (Spaziergang, Lesen, Musikhören, Entspannungsübungen).
* Ritualisieren Sie Ihre Zu-Bett-Geh-Phase: Kräutertee, Milch, ein Bad (Baldrian, Melisse, Lavendel), Tagebuch - ein Ausklang des Tages, der Ihnen Harmonie gibt. Aufgaben und Probleme für den nächsten Tag notieren, dann kommen Ihnen die Gedanken »nicht auf die Bettdecke« !
* Gestalten Sie Ihr Schlafzimmer so, daß Sie sich behaglich fühlen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Ambiente, gesunde Matratze).
* Gehen Sie möglichst immer zur selben Zeit zu Bett, auch am Wochenende. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)
* Folgen Sie den Signalen Ihres Körpers, und gönnen Sie ihm die Erholung, wenn er sie fordert. Nicht den »toten Punkt« überwinden!
* Essen Sie abends (nach 21 Uhr) nichts Schweres, Fettes oder Scharfes. Das regt den Magen, den Darm und das Gehirn an.
* Vermeiden Sie abends Kaffee (anregend), Alkohol (wirkt schlaferzwingend wie Barbiturate, stört aber den Schlafrhythmus und vermindert den Tiefschlaf) und Nikotin (gefäßverengend).
* Keinen Sport am späten Abend. Spätestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen! Keine körperlichen Hochleistungen, das wirkt ebenfalls anregend für Körper und Seele und beeinträchtigt den Schlaf erheblich.
* Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden: Kein Mittagsschlaf!
* Beruhigende oder Schlafmedikamente nur in akuten Krisensituationen! (Sie beeinträchtigen den natürlichen, erholsamen Schlafablauf durch Unterdrücken der wichtigen REM-Phasen.)
* Bereiten Sie das Aufstehen so vor, daß Sie sich darauf freuen können (Wecker nicht auf die letzte Minute, ein gutes Frühstück vorbereiten).
* Nehmen Sie sich für morgens etwas Schönes vor!
* Schlafen Sie mit einem schönen Gedanken ein!
Gefunden bei:
http://www.schlafmedizin.de/information/ratgeber/selbsthilfe/schlafhygie...

Stromkostenerstattung

Vorname Name

Straße, Hausnummer

PLZ Ort

Mitgliedsnummer

Geburtsdatum

An die

Ort, Datum

Antrag auf Erstattung der Betriebskosten für ein Therapie-Gerät bei:
Schlafapnoe / chronischen Schlafstörungen / Atemstillstand

Geräte-Hersteller:

Typ Nr. :

Leistung (Watt):

Betriebsstunden:

Hiermit beantrage ich die Erstattung der Betriebskosten nach Pauschalsystem bzw.
nach den tatsächlichen Kosten aufgrund der Betriebsstunden des Gerätes.
Mit freundlichen Grüßen

Ich bitte um Überweisung auf mein Konto:
Konto-Inhaber: ........................................................................
Konto-Nummer: ........................................................................
Bankleitzahl: .........................................................................
Bank/Sparkasse: ..........................................................................

Stromkostenerstattung anderer Krankenkassen

Absender: Datum:

An

Beantragung der laufenden Stromkosten für die tägliche Benutzung meines Atemtherapiegerätes

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bundessozialgericht ist mit Urteil vom 06.02.1997 (Landesstrom-Urteil) zu dem Schluss gekommen, dass „ ... so weit zum Betrieb eines Gerätes, das als Hilfsmittel geleistet wird, auch eine Energie-versorgung gehört, ... diese ebenfalls von den Krankenkassen zu übernehmen.." sei.

Da bisher keine bundeseinheitlichen Werte bezüglich der Stromkosten von Atemtherapiegeräten (CPAP usw. ) vorlagen, wurde von mir auch noch kein entsprechender Erstattungsantrag bei Ihnen gestellt.

Erst durch die MDK Projektgruppe "Schlafapnoe" wurde im Oktober 1998 eine Arbeitshilfe für Krankenkassen und MDK Gutachter geschaffen, die unter Punkt 2.9.4 - Stromkosten - die durchschnittlichen Jahreskosten auf ca. 50 € bis 60 € beziffert.

Ich benutze mein Atemtherapiegerät seit dem ……………… regelmäßig und bitte Sie deshalb um Erstattung der Stromkosten als Pauschale.

Bitte überweisen Sie auf mein Konto bei der

BLZ: ……...…...……………….

Konto - Nr.:………………………..

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Stromkostenerstattung der BKK

Name: ............................ Datum: ..........................................

Vorname: ............................

Adresse: ....................................
....................................

BKK Deutschland
Abt. Hilfsmittel

Fax.: 0511 – 9667 760

Antrag auf Stromkostenerstattung für CP AP - Gerät

Zeitraum: .....................................
Versicherten-Nummer der Krankenversicherungskarte: ................................................

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem .............................. habe ich ein CPAP - Gerät, welches ich dauernd benutze.

Ich beantrage für die Zeit vom ..................... bis .................... die Erstattung der
Stromkostenpauschale auf mein Konto:

Konto Nr.:...................................................

BLZ.: .....................................................

Name der Bank:...................................................

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Tips für gesunden Schlaf

Tips für gesunden Schlaf

Einhalten eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus durch:

* Konstante späte Zubettgehzeit
* Konstante Aufstehzeiten am Morgen, unabhängig vom Zeitpunkt
des Einschlafens (auch am Wochenende bzw. Urlaub!)
* Möglichst kein Tagesschlaf (wenn, dann regelmäßig)
* Insgesamt Verkürzen der Bettzeit

Schaffen einer positiven Einstellung zum Schlafengehen:

* Nur bei Müdigkeit zu Bett gehen
* Entspannungsübungen
* Schaffen von Schlafritualen (z.B. ein glas Milch trinken)
* Aufstehen bei quälender Schlaflosigkeit (aber nichts aktivierendes
unternehmen, sondern z. B. im Dunkeln Musikhören)
* Keine Ausübung von mit Schlaf unvereinbaren Tätigkeiten im Bett
(z. B. Essen, Arbeiten, etc.), sexuelle Aktivitäten ausgenemmen
* Nachts möglichst nicht auf die Uhr schauen und damit Schlafstörungen
an bestimmte Zeiten binden (i.S. eines Lernprozesses)

Allmähliche Verringerung der geistigen und körperlichen
Anspannung vor dem Zubettgehen durch:

* Regelmäßige körperliche Aktivität am Tag (mögl. vormittags)
* Entspannungsübungen
* Entspannende Schlafrituale (z.B. warmes Bad nehmen)
* Keine anstrengenden körperlichen oder geistigen Tätigkeiten vor dem
Zubettgehen

Äußere und innere Störquellen ausschalten durch:

* Lärmdämmung
* Angenehme Temperatur (z. B. 16°C)
* Wecker umdrehen oder unters Bett stellen
* Vermeiden von Koffein, Nikotin, Alkohol und schweren Mahlzeiten
am späten Nachmittag und Abend
* Wenn Schlafmittel nötig sind, dann nicht länger als 3 Wochen
und nicht jede Nacht einnehmen

nach "Grünes Rezept"

gefunden bei:
http://www.schlafmedizin.de/information/ratgeber/selbsthilfe.html

Tips für Urlaub-Freizeit-Camping- Reisen, Safari Stromausfall uva

In den letzten Monaten habe ich einige Anfragen zum Thema Sicherheit, Urlaub, Camping usw. erhalten.
Ich bin nicht für die genannten Hersteller tätig und bekomme auch nichts von diesen.

Nach etwas Suchen im Internet bin ich auch fündig geworden:

Stromausfall:

Netzausfall-Alarmierung - Ein Gerät welchen mit einem CPAP-Gerät an einer Steckdose betrieben wird.
Bei Stromausfall gibt es einen Alarmton von bis zu 100db lt. Hersteller ab.
Einsatzmöglichkeiten; zur Überwachung von Tiefkühltruhen, Heizungssteuerungen, Pumpen usw.

Ich durfte das Gerät ausprobieren habe auch noch Unterlagen hier

Anbieter:
Firma A.Baumann
Am Leuchtturm 43
27628 Sandstedt
Tel: 04702 / 1397
Fax 04702 / 920291
joerg.baumann@gmx.de

Preis um 70,-€
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Holinger Solar AG. Wattwerkstr., 4416 Bubendorf, hilft Apnoikern im Outback, in Berghütten und auf dem See, mit Solarstrom vom elektrischen Netz unabhängig zu werden:
www.holinger-solar.ch
gefunden bei:Selbsthilfe-Gruppe Schlafapnoe
Nordwestschweiz

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Bürstenfabrik Erzinger AG in 8820 Wädenswil stellt Schlauchbürsten (sogenannte Putzer), speziell für den Druckschlauch der Apnoe-Geräte in Durchmesser, Faserstärke und Spiralsteigung her. Lieferung engros an Lungenligen, Schlafkliniken und Arztkliniken zum Wiederverkauf
www.erzinger.ch
gefunden bei: Selbsthilfe-Gruppe Schlafapnoe
Nordwestschweiz

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Wie kann ich mein
nCPAP- oder BiLevel - Gerät
ohne Netzanschluss
unterwegs betreiben ?
gefunden bei:Selbsthilfe-Gruppe Schlafapnoe
Nordwestschweiz

Anschluß einer 2. Batterie im Auto / Bus/ Boot

http://www.schlafapnoe-selbsthilfe.ch/cms/index.php?id=46

Ursachen und Folgen

Schlafstörung erhöht Risiko für Schlaganfall

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Schlafstörung erhöht Risiko für Schlaganfall
Sieben Stunden Schlaf pro Nacht müssten ausreichen, sagt der Schlafforscher Jürgen Zulley. Wer dann immer noch müde ist, muss sich fragen, ob er gut schläft. Der Professor, der auch Leiter der Akademie für gesunden Schlaf ist, hält die Qualität des Schlafes für entscheidend. Nach Zulleys Studien leiden viele Menschen unwissentlich an Schlafproblemen und häufig werde auch in Medizinerkreisen der Zusammenhang mit Herzinfarkten, Schlaganfällen, Bluthochdruck und Depressionen unterschätzt.

Selbst Kinder seien häufiger betroffen als angenommen. Tragisch sind die Folgen meist dann, wenn jemand am Steuer sitzt. Bei Autobahnunfällen ist laut Zulley der Sekundenschlaf häufiger die Ursache als Alkohol. Nach Schätzungen des Schlafforschers leiden mehr als 42 Prozent der Deutschen an Schlafstörungen, gut 37 Prozent schnarchen, was auch eine Form von Schlafstörung ist. Zulley erklärt das häufigere Schnarchen von Männern im Vergleich zu Frauen mit anatomischen Gegebenheiten.

Übergewichtige seien ebenfalls deutlich häufiger betroffen. Es ist zudem nachgewiesen, dass 60 Prozent aller Schlaganfallpatienten unter der so genannten Schlafapnoe (Atemstillstände) leiden. Das sind längere Atempausen beim Schlafen, die zu Sauerstoffmangel führen.

Am gefährlichsten ist die obstruktive Schlafapnoe, wo die Atemaussetzer länger als zehn Sekunden dauern. Das Schnarchen ist die Folge einer übermäßigen Erschlaffung der Rachenmuskulatur, die die Atemwege einengt oder gar verschließt. Wenn die nächtlichen Ellenbogenstupser der Ehefrau nicht mehr helfen, empfiehlt Zulley, sich beim Arzt für 25 Euro einem Risikotest zu unterziehen, der per Atemmessschlauch und Drucksensor zu Hause im eigenen Bett erfolgen kann. Schwere Schnarcher erfahren Abhilfe mit einem Gerät, das per Überdruckbeatmung den Rachen offen hält.

(Autorin: Gabriele Rettner-Halder, Mitarbeiterin der SHG „Schnarchen und Schlafapnoe“, Quelle: SHG „Schnarchen und Schlafapnoe“ Ludwigshafen Vorderpfalz)

Schnarcher kosten zwei Lebensjahre

Schnarcher kosten zwei Lebensjahre
Wer einen Partner hat, der schnarcht, und mit diesem seine Nächte verbringt, verliert auf seine Lebenszeit gerechnet etwa zwei Jahre seines Schlafs.

Das hat eine Studie ergeben, die von der britischen Gesellschaft für Schlafapnoe vorgestellt worden ist, berichtet die Online-Agentur Ananova.

Im Durchschnitt werden danach Menschen durch ihre schnarchenden Partner pro Nacht um zwei Stunden ihres Schlafs gebracht, so die Studie. Dauert eine Partnerschaft 24 Jahre, so ergibt sich das errechnete Schlafdefizit.

Frauen verlieren auf diese Weise weit mehr Schlaf, da die meisten Schnarcher männlich sind. Viele Frauen gaben bei einer Umfrage zudem an, dass durch das ständige Schnarchen und das eigene Schlafdefizit auch ihr Sexualleben beeinträchtigt sei. 85 Prozent schließlich waren überzeugt davon, dass ihre Beziehung schöner verliefe, wenn ihr Partner nicht schnarchte.

(Quelle: Ärzte Zeitung vom 10.04.2007)

Schnarchen als Beziehungskiller

Frauen gehen oft zu gutmütig mit "sägenden" Männern um

Auch Frauen brauchen ihren Schlaf, doch wenn schnarchende Männer dies unmöglich machen kann das schnell das Ende einer Beziehung bedeuten. Ein englisches Forscherteam der University of Surrey www.surrey.ac.uk/ analysiert derzeit in einer breit angelegten Studie das Schlafverhalten von Paaren und hat nun erste Ergebnisse bekannt gegeben, berichtet die BBC. Demnach besteht das zentrale Problem vieler Paare darin, dass Frauen viel zu nachsichtig auf das Schnarchen ihrer Partner reagieren und so auf bis zu fünf Stunden Schlaf in der Woche verzichten. Dadurch werden nicht nur die Leistungen am Arbeitsplatz, sondern auch die Fahrtüchtigkeit und die Fitness der Frauen stark beeinträchtigt.

Das Forscherteam hat bis jetzt 25 Paare eingehend analysiert und kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass bei einigen Paaren die Männer den schnarchenden Part übernehmen, während bei manchen Paaren auch die Frauen diese Verhaltensweise an den Tag legen. Männer realisieren dies jedoch meist nicht, da sie einen viel tieferen Schlaf haben als Frauen. Frauen hingegen werden durch das Schnarchen der Männer leicht aufgeweckt, reagieren dann jedoch nicht auf das Verhalten ihrer Männer, um deren Schlaf nicht zu stören. "Frauen akzeptieren das Schnarchen der Männer, um das zu tun, was das Beste für ihre Männer ist. Meist hören sie dem Schnarchen nur zu oder stören ihren Partner gegebenenfalls nur so leicht, dass dieser zu schnarchen aufhört, jedoch nicht aufwacht. Manche Frauen wechseln auch das Zimmer, um Ruhe zu finden. Sogar wenn das Paar Kinder hat, fahren Sie mit dieser Gewohnheit fort. Frauen sollten jedoch das Recht auf eine ganze Nacht voller Schlaf einfordern", erklärte Sue Venn, Mitglied des Forscherteams.

Denn umgekehrt gehen die Männer mit ihrer besseren Hälfte weit weniger behutsam um. Das Gros der Männer weckt ihre Partnerin ganz einfach auf, konnten die Forscher feststellen. "Männer, die durch ihre schnarchenden Frauen geweckt werden, zeigen eine höhere Bereitschaft dem Schnarchen ihrer Frauen durch einen Schubs oder durch Wachrütteln ein Ende zu bereiten", so die Experten. Darüber hinaus sind die Frauen meist beschämt über ihr Schnarchen und es ist ihnen peinlich, sich dieses Verhalten einzugestehen. "Frauen glauben, dass es nicht "Lady-like" ist zu Schnarchen", erklärte Melissa Hack, Vorsitzende der British Sleep Society, www.sleeping.org.uk/.

Für das Beziehungsleben der Paare kann das Schnarchen eine ernst zu nehmende Bedrohung darstellen, erklärten die Experten. "Schnarchen hat einen katastrophalen Effekt auf die Beziehung und führt nicht selten zur Trennung", resümiert Hack. Dabei ist es so einfach gegen das Schnarchen vorzugehen. Schnarchen ist prinzipiell nur eine einfache Vibration, die während des Schlafens durch die Erschlaffung der Muskeln in der hinteren Kehle entsteht. Begünstigt wird das Schnarchen noch zusätzlich durch Übergewicht, durch die Stellung des Kiefers und durch die eigene Anatomie der Atemwege. Durch eine Reduktion des Alkohol- und Zigarettenkonsums, durch eine geänderte Schlafstellung oder durch spezielle Mundschienen, welche die Muskeln stützen und so das Schnarchen verhindern, kann das Problem schon wesentlich reduziert werden, erklärten die Experten.

(Quelle: Helmut Himmighoffen, Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstörungen Rhein-Main)

erschienen in Schlafapnoe Aktuell, Heft 25

Schnarchen als Beziehungskiller

Frauen gehen oft zu gutmütig mit "sägenden" Männern um

Auch Frauen brauchen ihren Schlaf, doch wenn schnarchende Männer dies unmöglich machen kann das schnell das Ende einer Beziehung bedeuten. Ein englisches Forscherteam der University of Surrey www.surrey.ac.uk/ analysiert derzeit in einer breit angelegten Studie das Schlafverhalten von Paaren und hat nun erste Ergebnisse bekannt gegeben, berichtet die BBC. Demnach besteht das zentrale Problem vieler Paare darin, dass Frauen viel zu nachsichtig auf das Schnarchen ihrer Partner reagieren und so auf bis zu fünf Stunden Schlaf in der Woche verzichten. Dadurch werden nicht nur die Leistungen am Arbeitsplatz, sondern auch die Fahrtüchtigkeit und die Fitness der Frauen stark beeinträchtigt.

Das Forscherteam hat bis jetzt 25 Paare eingehend analysiert und kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass bei einigen Paaren die Männer den schnarchenden Part übernehmen, während bei manchen Paaren auch die Frauen diese Verhaltensweise an den Tag legen. Männer realisieren dies jedoch meist nicht, da sie einen viel tieferen Schlaf haben als Frauen. Frauen hingegen werden durch das Schnarchen der Männer leicht aufgeweckt, reagieren dann jedoch nicht auf das Verhalten ihrer Männer, um deren Schlaf nicht zu stören. "Frauen akzeptieren das Schnarchen der Männer, um das zu tun, was das Beste für ihre Männer ist. Meist hören sie dem Schnarchen nur zu oder stören ihren Partner gegebenenfalls nur so leicht, dass dieser zu schnarchen aufhört, jedoch nicht aufwacht. Manche Frauen wechseln auch das Zimmer, um Ruhe zu finden. Sogar wenn das Paar Kinder hat, fahren Sie mit dieser Gewohnheit fort. Frauen sollten jedoch das Recht auf eine ganze Nacht voller Schlaf einfordern", erklärte Sue Venn, Mitglied des Forscherteams.

Denn umgekehrt gehen die Männer mit ihrer besseren Hälfte weit weniger behutsam um. Das Gros der Männer weckt ihre Partnerin ganz einfach auf, konnten die Forscher feststellen. "Männer, die durch ihre schnarchenden Frauen geweckt werden, zeigen eine höhere Bereitschaft dem Schnarchen ihrer Frauen durch einen Schubs oder durch Wachrütteln ein Ende zu bereiten", so die Experten. Darüber hinaus sind die Frauen meist beschämt über ihr Schnarchen und es ist ihnen peinlich, sich dieses Verhalten einzugestehen. "Frauen glauben, dass es nicht "Lady-like" ist zu Schnarchen", erklärte Melissa Hack, Vorsitzende der British Sleep Society, www.sleeping.org.uk/.

Für das Beziehungsleben der Paare kann das Schnarchen eine ernst zu nehmende Bedrohung darstellen, erklärten die Experten. "Schnarchen hat einen katastrophalen Effekt auf die Beziehung und führt nicht selten zur Trennung", resümiert Hack. Dabei ist es so einfach gegen das Schnarchen vorzugehen. Schnarchen ist prinzipiell nur eine einfache Vibration, die während des Schlafens durch die Erschlaffung der Muskeln in der hinteren Kehle entsteht. Begünstigt wird das Schnarchen noch zusätzlich durch Übergewicht, durch die Stellung des Kiefers und durch die eigene Anatomie der Atemwege. Durch eine Reduktion des Alkohol- und Zigarettenkonsums, durch eine geänderte Schlafstellung oder durch spezielle Mundschienen, welche die Muskeln stützen und so das Schnarchen verhindern, kann das Problem schon wesentlich reduziert werden, erklärten die Experten.

(Quelle: Helmut Himmighoffen, Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstörungen Rhein-Main)

erschienen in Schlafapnoe Aktuell, Heft 25

Wichtige Adressen

Wichtige Adressen

Hier finden Sie eine Liste mit Selbsthilfegruppen, die bei Schlafstörungen weiterhelfen können: www.lundbeck.de/01_betroffene/01_04_09_03.html

Ein Verbund der Selbsthilfegruppen zum Thema Schlafapnoe ist der Bundesverband Schlafapnoe Deutschland (BSD):

Bundesverband Schlafapnoe Deutschland (BSD) e.V.
Hans Joachim Schneider
Sprecher des BSD
Turnierstr. 5
55218 Ingelheim
Tel. 06132/41393
Fax. 06132/799734
www.bsd-web.de/

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) ist eine Fachgesellschaft, die sich mit Schlafforschung, Therapiemethoden der Schlafmedizin und der Akkreditierung von Schlaflaboren befasst. Sie finden auf den Internetseiten fundierte Informationen zu Schlaf, Schlafstörungen und vielem mehr. Außerdem hält die DGSM eine Liste mit Selbsthilfegruppen bereit.

Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
Prof. Dr. Thomas Penzel
Klinikum der Philipps-Universität Marburg
Baldingerstraße
35033 Marburg
www.dgsm.de

Die Deutsche Lungenstiftung ist auf Initiative von Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie 1994 gegründet worden und bietet vielfältige Informationen für Patienten zum Herunterladen oder Bestellen sowie praktische Tipps für den Alltag.

Deutsche Lungenstiftung
Geschäftsstelle:
Herrenhäuser Kirchweg 5
30167 Hannover
Tel: 0511 / 21 55 110
Fax: 0511 / 21 55 113
E-Mail: deutsche.lungenstiftung@t-online.de
Internet: http://www.lungenstiftung.de

Die Deutsche Narkolepsie-Gesellschaft hilft Menschen, die an einer Erkrankung der Schlaf-Wach-Regulierung leiden.

Deutsche Narkolepsie-Gesellschaft e. V.
www.dng-ev.de

Schlafapnoe e. V.
Deutschlands Patientenorganisation Schlaf
Schlafapnoe e. V. organisiert seit Jahren Patientenveranstaltungen zum Thema Schnarchen - Schlafstörungen - Schlafapnoe. Über 100 Dozenten haben den Verein bisher unterstützt.
Am Burgholz 6
42349 Wuppertal
Tel. 0202 40 89 17
Fax 0202 40 87 646
info@schlafapnoe-online.de
www.schlafapnoe-online.de

Auf der Internetseite www.schlafgestoert.de finden Sie Wissenswertes rund um das Thema Schlafstörungen, damit verbundene Krankheiten und Therapiemöglichkeiten. Weiterhin finden Sie unter www.schlafgestoert.de/Wohilfe/seitewohilfe.html wertvolle Tipps zur Selbsthilfe und eine Liste mit Selbsthilfegruppen.

Internetforen zu verschiedenen Themen rund um das Thema Schlaf finden Sie unter:
www.schlafkampagne.de/schlaf-forum/index.php