Tabelle für Kleidergrössen bei Damen und Herren

Geht es Ihnen wie mir – Sie kennen nicht die Aufgliederung Ihrer Kleidergröße. Vielleicht bringen die u.g. Tabellen etwas Licht ins Dunkle der Größen

 

Herren Größen 

38 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 62 64 66 68 70
Körpergröße 156 160 164 168 171 174 177 180 182 184 186 188 190 192 194 196 198
Brustumfang 76 80 84 88 92 96 100 104 108 112 116 120 124 128 132 136 140
Bundumfang 64 68 72 76 80 84 88 92 98 102 108 114 120 126 132 138 144
Schrittlänge 71 72 73 74 76 78 79 80 81 82 83 84 84 85 86 87 88
vordere Ärmell. 40 41 42 43 44 45 46 47 47,5 48 48,5 49 49 49,5 50 50,5 51
Bauch Größen 51 53 55 57 59 61 63 65 67 69
Körpergröße 170 172 174 176 178 179 180 181 182 183
Brustumfang 100 104 108 112 116 120 124 128 132 136
Bundumfang 104 110 114 120 124 130 134 138 142 148
Schrittlänge 74 75 76 78 79 80 81 82 83 84
vordere Ärmell. 46 47 47,5 48 48,5 49 49 49,5 49,5 50
Schlanke Größen 90 94 98 102 106 110 114 118
Körpergröße 177 180 183 186 188 190 192 194
Brustumfang 88 92 96 100 104 108 112 116
Bundumfang 76 80 84 88 92 96 100 104
Schrittlänge 79 80 81 82 83 84 85 86
vordere Ärmell. 46 47 48 49 49,5 50 50,5 51
Untersetzte Größen 24 25 26 27 28 29 30
Körpergröße 168 171 174 176 178 180 182
Brustumfang 96 100 104 108 112 116 120
Bundumfang 88 92 96 100 106 110 114
Schrittlänge 74 76 77 78 79 80 81
vordere Ärmell. 44 45 45,5 46 46,5 47 47,5

Alle Körpermaße sind in cm angegeben

 

Damen Größen 

34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54
Körperhöhe 168 168 168 168 168 168 168 168 168 168 168
Brustumfang 80 84 88 92 96 100 104 110 116 122 128
Taillenumfang 65 68 72 76 80 84 88 94,5 101 108 114
Schrittlänge 78 78 78 78 78 78 77 77 77 77 77
Armlänge 60 60 60 60 60 61 61 61 61 62 62

Alle Körpermaße sind in cm angegeben  

 

Tabelle zum Umrechnen der Größen (normale Größen / internationale Größen)

Größendefinition XS S M L XL XXL XXXL XXXXL
Herren 40/42 44/46 48/50 52/54 56/58 60/62 64/66 68/70
Damen 34 36/38 38/40 42 44 46 48/50

Eine kleine Allergie-Fibel

Eine kleine Allergie-Fibel

Die Zahl der Allergie-Erkrankungen hat sich in den letzten drei Jahrzehnten vervielfacht. Immer mehr Menschen reagieren auf allergene Stoffe (Antigene). So soll in Deutschland jeder elfte Bundesbürger unter Heuschnupfen leiden (das sind viermal so viele Männer und Frauen wie vor ca. 30 Jahren) und die Anzahl der Menschen, die an allergischem Asthma leidet, hat sich in dieser Zeit verdoppelt. Nicht selten gesellt sich einer bestehenden Allergie eine weitere hinzu. Eine starke Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen (sowie deren Angehörigen) ist die Folge.

Die Gründe für die Zunahme von allergischen Reaktionen sind mehrschichtig. Viele der zusammenhängenden Faktoren sind noch nicht völlig geklärt. Hier einige mögliche Ursachen:

  • Immer mehr neue Stoffe werden biotechnologisch oder chemisch synthetisiert gewonnen (allein in Europa sind 130.000 Chemiestoffe im Handel, jedes Jahr kommen Hunderte dazu)
  • Zunahme täglicher Stress-Situationen — Dauerstress — Abnahme des seelischen Wohlbefindens. Die Psyche kann ebenfalls ein Faktor sein, der die Bereitschaft des Körpers verstärkt (bzw. schwächt), auf ein Antigen allergisch zu reagieren
  • Import vieler ungewöhnlicher exotischer Früchte; Entstehung von Schimmelpilzen durch lange Lagerung
  • Rauchen (Tabakrauch = größter Luftverschmutzer in den Innenräumen)
  • Wohngifte → Zu lange Aufenthalte in geschlossenen Räumen. Es ist erwiesen, dass die zunehmende Belastung in Innenräumen besonders hoch ist: Feuchte Kellerräume, nasse Flecken unter der Tapete und hinter den Schränken, feuchte Wäsche, schlecht oder nicht belüftbare Badezimmer etc.
  • Luftverschmutzung
  • Gifte am Arbeitsplatz

Was ist unter dem Begriff „Allergie“ zu verstehen?

Allergie ist eine überschießende (= zu starke körpereigene Abwehr auf Fremdstoffe) und unerwünschte Reaktion (= Überempfindlichkeitsreaktion und/oder Sensibilisierung) des Organismus auf bestimmte Stoffe in der Umwelt: die Allergene (Antigene). Viele dieser Allergene stammen aus natürlichen Quellen wie z.B. Blütenpollen, Insektengiften, Tierhaaren, Milben und Nahrungsmitteln. Andere Allergene kommen aus den bekannten Schadstoffen wie zum Beispiel Autoabgase. Unerwünscht ist diese Reaktion, weil sie auf die Dauer krank machen kann: Im Gewebe und in Organen können sich Entzündungsprozesse entwickeln. Wenn Ärzte von einer Sensibilisierung sprechen, dann verstehen sie darunter diese erhöhte Empfindlichkeit — zum Beispiel für verschiedene Arten von Birkenpollen. Nicht bei jedem Menschen muss diese Empfindlichkeit als Allergie in Erscheinung treten, aber wenn sie ein erstes Mal auftaucht, bricht die Überreaktion schon durch kleinste Mengen des Allergens immer wieder aus.

Allergieauslöser — einige von Unzähligen

  • Pollen — der Blütenstaub von Gräsern, Bäumen oder Sträuchern
  • Staubförmige Tierhaare oder -schuppen
  • Hausstaub. Hausstaubmilben sind einen halben Millimeter große, spinnenartige Tiere. Ihre Lieblingsspeise sind menschliche Hautzellen. Ihr bevorzugter Aufenthaltsort ist das Bett. Der getrocknete Kot dieser Milben bildet gemeinsam mit dem üblichen Staub den „Hausstaub“
  • Schimmelpilze
  • Mehl, Zement
  • Nahrungsmittelzusätze
  • Luftschadstoffe, vor allem Formaldehyd, Isocyanate (Schaumstoffe) und Schwefeldioxid
  • Chemikalien in Reinigungsmitteln, Kosmetika etc.
  • Chemikalien am Arbeitsplatz
  • Medikamente, vor allem Penicillin, in die Vene gespritzte Kontrastmittel für Röntgenuntersuchungen, Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Metamizol, Mittel zur örtlichen Betäubung, Hautsalben, die Perubalsam enthalten, Bestandteile von Sonnenschutzmitteln

Mögliche Auswirkungen von Allergien

Organe Symptome und Beschwerden
Auge Bindehautentzündung
Schwellung des Lids
Atemwege Schnupfen
Niesreiz
Schwellungen am Kehlkopf und im Hals
Atemnot, Bronchialasthma
Entzündung der Lungenbläschen
Haut Quaddelbildung
Schwellungen
Ekzeme
Neurodermitis
Magen-Darm-Trakt Übelkeit, Durchfall
Entzündung der Magenschleimhaut
Blutgefäßsystem Blutgefäßentzündung
Kreislaufzusammenbruch (Schock)
Blut Zerstörung und Verminderung von Blutkörperchen oder Blutplättchen
Zentrales Nervensystem Fieber
Gelenke Gelenkentzündung
Nieren Nierenentzündung

(Quelle: „Allergien — das Immunsystem auf Abwegen“, Herausgeber: Stiftung Warentest)

Wie entstehen Allergien?

Die „Abwehr“ des Körpers — Unser Immunsystem

Um das Krankheitsbild „Allergie“ zu verstehen, muss man wissen, wie die körpereigene Abwehr arbeitet und was passiert, wenn sie „überschießt“.

Damit Fremdstoffe allergische Reaktionen auslösen können, müssen sie zunächst die äußeren Grenzflächen des Körpers — entweder die Haut oder die Schleimhaut — durchdringen. Haut und Schleimhaut bilden die „erste Verteidigungslinie“ des Organismus. Diese erste Barriere ist jedoch ein durchlässiger Schutzschild. Und dies muss auch so sein, denn mit dem Schweiß werden zum Beispiel Stoffwechselprodukte über die Haut ausgeschieden und in den Lungenbläschen findet ein intensiver Gasaustausch zwischen innen und außen statt. So ist es möglich, dass auch schädliche Stoffe die Haut durchdringen, vor allem aber dort, wo diese bereits vorgeschädigt ist.

Wenn Krankheitserreger es schaffen, die Schutzbarriere „Haut“ zu überwinden, stoßen sie auf eine zweite Verteidigungslinie: das Immunsystem. Dieses „intelligente“ Abwehrsystem kann Krankheitserreger an charakteristischen Strukturen als fremd erkennen.

Es gibt aber auch unerwünschte Antworten des Immunsystems, die den Organismus schädigen, zum Beispiel, wenn es körpereigene Zellen als fremd verkennt: In diesem Fall bekämpft sich der Körper auf selbstzerstörerische Weise (Autoimmunkrankheiten). Der Preis, den der Organismus also für seine Fähigkeit zur Abwehr zu zahlen hat, besteht in der Gefahr von Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) und von Autoimmunkrankheiten (z.B. Colitis Ulcerosa = Dickdarmerkrankung).

Die häufigste unerwünschte Reaktion unserer körpereigenen Abwehr ist die Allergie. Auch hier bekämpft das Immunsystem körperfremde Eindringlinge. Allerdings überschätzt es in diesem Fall die Gefahren, die von den eingedrungenen Stoffen ausgehen.

Die Organisation unseres Immunsystems

Eine Schlüsselstellung innerhalb des Abwehrsystems nehmen die Lymphozyten (lympho = Lymphe; zyto = Zelle) ein. Es handelt sich bei ihnen um die kleinsten Vertreter der weißen Blutkörperchen. Sie entstehen im Knochenmark (B-Lymphozyten; B = „bone marrow“) und im Thymus (T-Lymphozyten) und reifen zu spezialisierten Abwehrzellen heran. Von dort aus gelangen sie mit den Körperflüssigkeiten in die Bereiche, in denen sich die eigentlichen Abwehrreaktionen hauptsächlich abspielen, zum Beispiel in die Milz und in die Lymphknoten oder das lymphatische Gewebe, zu dem u.a. die Schleimhautoberfläche zählt.

Es wird zwischen einer angeborenen (sie steht uns von Geburt an zur Verfügung in Körperflüssigkeiten als besondere Substanzen und Fresszellen) und einer erworbenen („intelligenten“ = lernfähigen) Immunität unterschieden.

Die erworbene Immunität

Wenn die Lymphozyten ihre Bildungsorte verlassen, sind sie noch nicht hochspezialisiert. Das werden sie erst durch Kontakt mit körperfremden Stoffen: Unter deren Einfluss entwickeln sich zunächst die aus dem Knochenmark stammenden B-Lymphozyten zu sogenannten Plasmazellen weiter. Mit Unterstützung der im Thymus gebildeten T-Lymphozyten sind sie dann in der Lage, abwehrtüchtige Eiweißmoleküle zu produzieren: die Immunglobuline (Globuline = Kügelchen). Ihrer Funktion nach sind sie Antikörper, die mit speziellen Fangarmen gegen körperfremde Stoffe (Antigene oder Allergene) vorgehen. Diese Antigen-Antikörper-Reaktion schafft die Voraussetzung für die Aktivierung verschiedener Abwehrzellen, die eigenständig oder mit Hilfe abbauender Substanzen fremde Eindringlinge vernichten.

Immunglobuline

Alle Antikörper sind Immunglobuline (Ig). Sie werden ihrer Funktion nach in fünf Klassen eingeteilt. Ihre Bedeutung für allergische Reaktionen ist sehr unterschiedlich:

Immunglobulin G (IgG)

Schützt bereits das Ungeborene, da es die „Plazentaschranke“ = das Schutzschild des Kindes gegen Viren und Bakterien überwinden kann.
IgG ist an zwei allergischen Reaktionen beteiligt:

  • Asthma, ausgelöst durch Schimmelpilzsporen (Aspergillose)
  • Entzündung der Lungenbläschen (Alveolitis)

Immunglobulin A (IgA)

Entsteht direkt in den allergenausgesetzten Grenzflächen — vor allem von Lunge und Darm. IgA überzieht zusammen mit den Sekreten die Schleimhautoberflächen und hindert sowohl Krankheitserreger als auch Allergene daran, sich dort festzusetzen und tiefer einzudringen. Bei Erfolg wird die körpereigene Abwehr gar nicht weiter mobilisiert, so dass potentiell allergische Reaktionen unterbleiben. Wenn aber eine Schwächung oder Schädigung der Haut- und Schleimhaut vorliegt, fördert das den Ausbruch von Allergien.

Immunglobuin M (IgM)

IgM befindet sich vor allem in den Blutgefäßen und fördert zusammen mit IgG das Verklumpen von Partikeln und Molekülen, die Fresszellen dann leichter verspeisen können.
Gleichzeitig ist es daran beteiligt, das Aufschaukeln allergischer Reaktionen abzubremsen.

Immunglobulin D (IgD)

IgD wird von „jungen“ B-Lymphozyten gebildet und sitzt auf deren Oberfläche. Seine Rolle bei allergischen Reaktionen ist noch weitgehend unerforscht. IgD kreist mit den Lymphozyten im Blutserum und dient ihnen möglicherweise als Fangarm für Antigene.

Immunglobulin E (IgE)

IgE stammt aus dem lymphatischen Gewebe, das direkt den Atemwegen und dem Magen-Darm-Kanal anliegt, und gelangt von dort aus ins Blut. Obwohl es in sehr kleinen Mengen vom Körper gebildet wird, bringt dieser Antikörper über 90 Prozent aller allergischen Reaktionen ins Rollen.
Für die unangenehmen Auswirkungen der meisten Allergien ist eine spezielle Fähigkeit des
IgE verantwortlich: Dieser Eiweißkörper koppelt sich leicht an jene Körperzellen, die in Haut und Schleimhaut die allergischen Symptome auslösen können. Wenn der Antikörper in dieser Position mit seinen Fangarmen Allergene dingfest gemacht hat (Antigen-Antikörper-Reaktion), beeinflusst er die Funktion verschiedener Zellen und setzt so die Entzündungsreaktion in Gang.

Um zu wissen, wie und wo die Immunglobuline (= Antikörper) funktionieren, und wie sie sich bei den 4 verschiedenen Allergietypen auswirken, sollte man folgendes beachten:

Unser Abwehrsystem kennt zwei Wege der „Immunantwort“:

  1. Humorale Antwort (humor — lateinisch: = Flüssigkeit)
    Die meisten Reaktionen des Abwehrsystems werden von Antikörpern vermittelt, die von B-Lymphozyten beim Eindringen von Allergenen in großer Menge produziert werden. Da diese Antikörper durch
    Körperflüssigkeiten im Organismus verteilt werden, spricht man von der humoralen Antwort.
  2. Zelluläre oder zellvermittelte Antwort
    Bei der zellulären oder
    zellvermittelten Antwort greifen die Abwehrzellen direkt ein. Wenn sich z.B. Allergene an Körperzellen festhalten, können T-Lymphozyten als T-Killerzellen sich an diese ankoppeln und zerstören. In diesem Fall spricht man von der zellulären oder zellvermittelten Antwort, da ganze Zellen — und nicht deren Produkte (= Antikörper) die Eindringlinge attackieren.

Ein weiterer „Schlüssel“: Die Mastzellen

Mastzellen spielen eine Schlüsselrolle beim Auftreten von Allergien. Diese aus dem Knochenmark stammenden weißen Blutkörperchen, die im lockeren Bindegewebe aller Organe (außer im Gehirn) sitzen, werden so genannt, weil sie „bis zum Rand“ kleine, substanzgefüllte Bläschen enthalten.

Zwei Eigenschaften machen sie zu Schaltstellen vieler Allergien:

  • Auf ihrer Oberfläche können beim Eindringen von Allergenen IgE-Antikörper ankoppeln. Beim Erstkontakt sind die Mastzellen nur mit wenigen spezifischen Antikörpern bestückt (Sensibilisierung).
  • Die durch eine Antigen-Antikörper-Reaktion eingefangenen Allergene verändern die Durchlässigkeit der Mastzellen-Membran (Membran = Zellabgrenzung). Sie entlässt die substanzgefüllten Bläschen aus ihrem Innern. Diese Bläschen setzen sodann ihre Substanzen frei: die sogenannten Mittlersubstanzen (= Mediatoren), zum Beispiel Histamin. Die Mittlersubstanzen rufen im umliegenden Gewebe Entzündungsreaktionen hervor.
    Neben diesen „festsitzenden“ Mastzellen gibt es auch „zirkulierende Mastzellen“ (in der Fachsprache „basophile Leukozyten“), die mit dem Blut durch den Körper geschleust werden und in das Gewebe einwandern.

Die Mittlersubstanzen (Mediatoren)

An den meisten Allergiesymptomen direkt beteiligt sind die Mittlersubstanzen, auch Mediatoren oder Entzündungszellen genannt. Sie sind nicht nur an allergischen Erkrankungen, sondern auch an allen anderen entzündlichen Prozessen beteiligt.
Die verschiedenen Mittlersubstanzen unterscheiden sich in ihrer Wirkung. Der bekannteste und am besten untersuchte Mediator ist
Histamin.

  • Seine Ausschüttung aus den Mastzellen der Schleimhaut verursacht in Nase, Mund und Augen Juckreiz und verstärkt die Schleimbildung. In den Bronchien zieht sich die glatte Muskulatur zusammen, so dass es zu Krampf und Atemnot kommt. In der Haut lässt derselbe Mediator juckende Quaddeln und Rötungen entstehen.
  • Der Magen produziert unter Histamineinfluss mehr Magensäure, und der Darm reagiert mit Krämpfen und Durchfall. Histamin kann in hohen Konzentrationen zum Schock führen (siehe anaphylaktischer Schock, weiter unten).
    Mastzellenstabilisatoren und Antihistaminika können seine Freisetzung blockieren.

Die Allergie-Typen

Man kennt 4 Typen von allergischen Reaktionen, die sich in der Zeitspanne zwischen Allergenexposition und Allergieausbruch sowie im Mechanismus der Immunantwort unterscheiden:

Typ I: Anaphylaktische Reaktion oder Allergie vom Soforttyp

Hierunter fallen über 90 Prozent aller Allergien. Die Symptome treten unmittelbar nach Kontakt mit dem Allergen auf. Sie beruhen auf einer gesteigerten Produktion des Antikörpers IgE, der — gekoppelt an Mastzellen im Gewebe — Allergene einfängt. Nach einer Sensibilisierungsphase werden bei späteren Allergenkontakten aus den Mastzellen Mittlersubstanzen frei, die Entzündungen und damit die Symptome von Allergien hervorrufen.

Hierunter fallen über 90 Prozent aller Allergien. Die Symptome treten unmittelbar nach Kontakt mit dem Allergen auf. Sie beruhen auf einer gesteigerten Produktion des Antikörpers IgE, der — gekoppelt an Mastzellen im Gewebe — Allergene einfängt. Nach einer Sensibilisierungsphase werden bei späteren Allergenkontakten aus den Mastzellen Mittlersubstanzen frei, die Entzündungen und damit die Symptome von Allergien hervorrufen.

Typische Erkrankungen bei Typ I:

  • Allergischer Schnupfen
  • Allergisches Asthma
  • Nesselausschlag
  • Angioödem (Gefäßschwellung)
  • Nahrungsmittelallergie
  • Anaphylaktischer Schock (siehe oben)

Typ II: Zytotoxische Reaktion (griechisch: zyto = Zelle, toxisch = giftig)

Bei dieser zellschädigenden Allergieform richtet sich der Angriff gegen körpereigene Zelloberflächen, an die sich kleine, körperfremde Teilchen gebunden haben. Dadurch wurden die Zellen zum Allergen.

Antikörper der Klasse IgG und IgM verbinden sich nicht nur mit dem Fremdstoff, sondern koppeln sich zugleich an Abwehrzellen, die vor Ort das Allergen bekämpfen. Da es Fresszellen schwer fällt, sich vollständige Körperzellen einzuverleiben, werden zellschädigende Enzyme ausgeschüttet. Diese zerstören nicht nur zum Allergen verwandelte Zellen, sondern schädigen zugleich umliegendes Gewebe. Eine allergische Erkrankung ist die Folge.

Haben derart attackierte Körperzellen den Fremdstoff auf ihrer Oberfläche selbst gebildet, handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung.

Andernfalls wurde er von außen zugeführt und hat sich an Zellen geheftet. (Allergische Reaktionen auf Medikamente oder deren Abbauprodukte).

Typische Erkrankungen bei Typ II:

  • Schwund weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • Zerstörung roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie)
  • Blutgruppenunverträglichkeit in der Schwangerschaft

Typ III: Immunkomplexbildung

Unter bestimmten Bedingungen ballen sich Allergene und Antikörper zu mehrgliedrigen Komplexen zusammen, an die bisweilen sogar noch Körperzellen gebunden sind. Hierfür primär verantwortlich ist der Antikörper IgG. Er lockt verschiedene Abwehrzellen und -faktoren an, die zwar durch abbauende Enzyme Immun-komplexe auflösen können, aber zugleich umliegendes Gewebe schädigen (Typ II). Wenn die körpereigene Abwehr nicht in der Lage ist, die Zahl der Immun-komplexe niedrig zu halten, können sich diese in Organen ablagern und dort Entzündungen hervorrufen, etwa in der Niere oder in den Gelenken.

Die Allergiesymptome bilden sich nicht sofort heraus, sondern erst nach einigen Stunden oder Tagen. Dies zeigt sich z.B. bei einer durch Arzneimittel ausgelösten Serumkrankheit oder wenn sich durch wiederholten Kontakt mit Allergenen im Heu, Stroh oder Laub die Lungenbläschen entzünden.

Typische Erkrankungen bei Typ III:

  • Gefäßentzündung
  • Serumkrankheit durch Injektion von Fremdeiweiß
  • Entzündung der Lungenbläschen
  • Entzündung der Nieren
  • Entzündung der Gelenke

Typ IV: Zelluläre Immunreaktion

Reagieren bestimmte Abwehrzellen des Immunsystems, die T-Lymphozyten, mit dem Allergen (also nicht deren Produkte die Immunglobuline oder Antikörper), spricht man von einer zellvermittelten oder zellulären Antwort. Wie bei der Typ II-Reaktion entstehen die Allergene, wenn kleine körperfremde Teilchen (Halbantigene, Halballergene) in den Organismus gelangen und sich mit Eiweißmolekülen von Körperzellen verbinden. Die T-Lymphozyten vermögen es dann mit Hilfe besonderer Zellen, die winzigen Eindringlinge zu erkennen und dingfest zu machen.

Im Kampf gegen den Fremdstoff setzen die T-Lymphozyten Substanzen frei, die nicht nur Entzündungen fördern, sondern zum Beispiel Fresszellen anlocken und aktivieren. „Lymphokine“ heißen diese Mediatoren (Lympho = Lymphe; kinese — griechisch: = Bewegung). Der Name rührt von ihrer Beweglichkeit her.

Wie bei Typ I-Allergien gibt es eine — manchmal lange — Sensibilisierungsphase und eine heftige Reaktion bei jedem neuen Allergenkontakt.

Typische Erkrankungen bei Typ IV:

  • Kontaktekzem (Kontaktdermatitis, Kontaktallergie)
  • Arzneimittel-Ausschlag (Arzneimittel-Exanthem)

Quellen:
„Allergien — Das Immunsystem auf Abwegen“, Herausgeber Stiftung Warentest
„Kursbuch Gesundheit“, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln
„Mensch — Körper — Krankheit“, jungjohann Verlag, Neckarsulm

Literaturhinweis

Wer sich über das Krankheitsbild „Allergie“ in einem größeren Umfang informieren will, dem empfehlen wir den Ratgeber „Allergien — Das Immunsystem auf Abwegen“. Der Herausgeber dieses für medizinische Laien leicht verständlichen Ratgebers ist die Stiftung Warentest. Im Anhang des Buches finden Sie Informationen über Selbsthilfegruppen und Ambulatorien sowie Literaturhinweise zum Nach- und Weiterlesen. (Bestellnummer: ISBN 3-931908-24-0)

Warnung vor Phishing

Sehr geehrte Leser,

wir möchten Sie hiermit über eine aktuell laufende „Phishing“-Kampagne informieren und das Thema „Phishing“ allgemein noch einmal ins Gedächtnis rufen.

​ Unter „Phishing“ versteht man (vereinfacht gesagt) eine Art von Angriff über das Internet, bei der der Angreifer versucht, Eingabedaten (meist Login-Daten, also Benutzername und Passwort) von Zielpersonen abzugreifen, um sich so Zugang zu Systemen, Portalen o. Ä. zu verschaffen und der Zielperson damit zu schaden oder Zugang zu weiteren Informationen zu erhalten. Meist werden dabei gefälschte Webauftritte benutzt, um die Zielperson dazu zu bewegen, seine/ihre Anmeldedaten auf der vermeintlich vertrauten Website einzugeben. Beispiele sind ein gefälschter Online-Banking Login oder ein gefälschter Webshop, der dem Original jedoch häufig täuschend ähnlich sieht. Erfolgreiche Angriffe bleiben zudem oftmals unbemerkt, wenn Sie keinen direkten Schaden verursachen (z. B. Abbuchung von Geld), sondern zum Beispiel für das Abgreifen von Informationen verwendet werden, was sie besonders gefährlich macht. Weitergehende Infos finden Sie im Netz, zum Beispiel auf Wikipedia.

Um sich vor solchen Angriffe zu schützen, raten wir Ihnen grundsätzlich (dienstlich und privat):

  • Öffnen Sie nur Links, bei denen Sie sich sicher sind, dass diese von einer vertrauenswürdigen Quelle stammen
  • Verwenden Sie für Websites, die Ihnen bekannt sind, bevorzugt Links, die Sie selbst gespeichert haben, anstatt auf Links in E-Mails oder anderen Quellen zu klicken
  • Geben Sie keine Anmeldedaten auf Websites ein, die Sie nicht kennen oder die Ihnen aus sonstigen Gründen nicht vertrauenswürdig erscheinen
  • Überprüfen Sie die Adresse/URL der Website auf korrekte Rechtschreibung, um die Korrektheit der aufgerufenen Seite zu überprüfen
  • Stellen Sie sicher, dass es sich um eine verschlüsselte Verbindung handelt (erkennbar an dem “s“ in https://… am Anfang der Adresse/URL)
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Browser beim Aufruf der Seite keinen „Zertifikatsfehler“ meldet
    • Dies kann ein Anzeichen für eine gefälschte oder kompromittierte Webseite sein

Beim Landesamt für Verfassungsschutz Hessen finden Sie darüber hinaus eine PDF über dieses Thema welchem über eine aktuell laufende, bekannte „Phishing“-Kampagne informiert wird. Außerdem wird zur Zeit daran arbeitet, um Sie laufend über aktuell bekannte Cyber-Bedrohungen zu informieren.

 

Igelleistungen – Sinn oder Unsinn

Igelleistenungen sind ärztliche LEISTUNGEN die leider nicht von den Krankenkassen übernommen werden und von den Ärzten direkt mit dem Patienten abgerechnet werden.

Lt. Krankenkassen sind viele der Leistungen nicht in der Sache sicher und diese möchten wie immer gerne sparen aber die Ärzte möchten gerne etwas mehr verdienen und leiden tut wie immer der Patient.

Leider nutzen viele Ärzte oder bestimmte Ärzte und Gruppen diese Leistungen gerne aus und die Patienten werden „etwas“ abgezockt.

 

Unser Problem ist eigentlich was bringt uns die Igelleistung wirklich. Sollte man auf den Arzt hören, Auf den Verstand oder auf die Krankenkassen. Alle möchten das Beste für sich. Ob es Sinnvoll ist oder nicht ist ersteinmal nebensächlich. Die Entscheidung allerdings auch hier und da etwas unter Zwang liegt bei  Patienten. Wir sollten uns genau überlegen und ggf. bei jemanden der sich „vielleicht auskennt“ nachhören was aber leichte gesagt wie getan ist. Was mache ich wenn der Arzt sagt ohne Igel mache ich die andere Sache auch nicht.

Jetzt gibt eine Internetplattform

www.igel-monitor.de

 

vielleicht nütze diese etwas oder bringt etwas Licht ins Dunkle:-)

 

 

Wenn Internet-Seiten nicht mehr erreichbar sind.

Wenn Internet-Seiten nicht mehr erreichbar sind.

Wenn Internet-Seiten nicht mehr erreichbar sind.

Die ‚Wayback Machine‘ ist eine sehr nützliche Hilfe für Ahnenforscher/innen,
da man beim Aufrufen einer Internet-Adresse oft mit „Not Found“, „Error“,
„URL not exist“ und ähnlichem konfrontiert wird.

Im Internet gibt es diese ‚Wayback Machine‘, die seit 1996 ständig das Internet
durchsucht und automatisch neue Internetseiten oder Webseite-Versionen
in ihren Index aufnimmt. Bisher nicht mehr zugängliche Informationen von
Webseiten oder längst gelöschte Homepages können damit im Internet-Archiv
gefunden werden. Sie werden angezeigt, als wären sie noch existent.

Auf der Homepage http://web.archive.org/ wird dazu die gesuchte Internet-
Adresse eingegeben, und angezeigt wird eine Liste von Schnappschüssen
dieser Seite aus den letzten Jahren (maximal ab 1996).

Es geht also tatsächlich nichts verloren.
Und vor allem: es kann auch wiedergefunden werden.

Gefunden bei Siegfried Mühle,

Folgen der Schlafapnoe am Tag und in der Nacht

Folgen der Schlafapnoe am Tag und in der Nacht

 

Die lebensbedrohlichen Folgen der obstruktiven Schlafapnoe sind bedingt durch den Sauerstoffmangel im Blut. Durch die zu engen Atemwege, wird die Atmung behindert und es kommt nicht genug Luft in die Lungen. Der Sauerstoffmangel kann während des Schlafs zum Absterben von Hirnzellen und schleichenden Organschäden führen.
Tagesmüdigkeit, Einschlafen vor dem Fernseher oder während des Autofahrens, Unkonzentriertheit, starker Leistungsabfall sind Alarmzeichen, die eine Schlafapnoe vermuten lassen. Libidoverlust und Impotenz sind ebenfalls Folgeerscheinungen.Die häufig übergewichtigen Patienten leiden an Bluthochdruck und sind hochgradig herzinfarkt- und schlaganfallgefährdet.
Mit einer Erweiterung der Atemwege durch Rotation Advancement kann die Schlafapnoe geheilt werden.
In liegender Position
In Rücken­la­ge kön­nen die Atem­we­ge ganz blockiert sein (Ob­struk­tion). Mit le­bens­be­droh­li­chen Fol­gen! Wie Herz­in­farkt, Blut­hoch­druck und Schlag­an­fall, Alz­hei­mer­er­kran­kung durch Sauer­stoff­man­gel.

 

Die möglichen Folgen der Schlafapnoe im Überblick:
Herzrhythmusstörungen
Koronare Herzkrankheit
Herzinfarkt
Herzinsuffizienz
plötzlicher Herztod
Schlaganfall
schwer oder gar nicht einstellbarer Bluthochdruck
krankhafte Vermehrung der roten Blutkörperchen
nächtliches Nasenbluten
erektile Dysfunktion (Impotenz)
Depressive Verstimmungen, Depressionen

Herstelleradressen von Blutzuckermeßgeräten

Bitte Beachten:
Die Liste ist nicht vollständig wird aber sobald wir einen Hersteller erfahren fortgesetzt. Es wird kein Hersteller bevorzugt oder vernachläßigt.
Wir haben keinerlei Vorteile davon das wir die u.g. Firmen aufführen.                                                                                   Wir bekommen dafür keine Unterstützung egal in welcher Form.
Die Reihenfolge sagt nichts über die Qualität der Geräte/Meßungen aus.
Wir testen die Geräte nicht und führen auch keine einzelnen Geräte auf. 

Hier werden wir nach und nach Herstelleradressen von Blutzuckermeßgeräten einstellen:

Accu-Chek – Roche Diagnostics GmbH
Roche Diagnostics GmbH
Sandhofer Straße 116
68305 Mannheim
Blutzuckermesssysteme: 0180-2000 165
Insulinpumpen und Zubehör: 0180-2000 412
Informations-Management Produkte (Software, etc.): 0180-2000 813
Mellibase Risiko- und Potenzialbericht: 0180-2001 717

http://www.accu-chek.de

Fa. Bayer HealthCare AG
51368 Leverkusen
Tel.: +49 (0)214 30-1
Tel.: 0800 / 50 88 822
E-Mail: info@bayerdiabetes.de
http://www.bayerdiabetes.de/

A. MENARINI DIAGNOSTICS DEUTSCHLAND
Division der BERLIN-CHEMIE AG
Glienicker Weg 125
12489 Berlin
Tel.: +49 30/6707 3000
Fax: +49 30/6707 3020
http://www.berlin-chemie.de/
http://www.menarini.com/diagnostic_germany/germany/diagnostic/products/home_glucose_testing

LifeScan Deutschland
LifeScan
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Geschichte der Insulinpumpentherapie

Geschichte der Insulinpumpentherapie

Ende der 1970er Jahren kam die medizinische Sensation raus, dass der Einsatz einer Insulinpumpe zur kontinuierlichen subkutanen Insulingabe für Typ-1-Diabetiker geglückt sei. Die Betonung muss hier auf subkutan liegen, da man zuvor als Verbesserung der subkutanen Insulingaben mit großen Dosierungen versucht hatte, das Pumpenprinzip (kontinuierliche geringe Mengen) intravenös zu versuchen. Dies führte zu großen Problemen mit den Einstichstellen. Sepsis und Thrombose waren die begrenzenden Faktoren dieses Versuches. So begann Pickup und sein Team 1976 mit der Entwicklung einer kontinuierlichen subkutanen Insulininfusion (CSII), die heute bekannte Insulinpumpentherapie. Die Grundlage bildete eine neu entwickelte batteriebetriebene Spritzenpumpe, namentlich: „Mill Hill Infusor“, welches in der Lage war rund um die Uhr Insulin abzugeben. Durch Schrauben konnten zusätzliche, heute würde man sagen Bolus-Einheiten, gepumpt werden. Da die Geschwindigkeit der „Basalrate“ immer konstant war, musste sie mithilfe von Kochsalzlösungen angepasst werden. Die Kanäle des Katheters lag subkutan und wurde mit einem Pflaster gesichert. Während die Pumpe mit einem Verband oder Netz am Patienten befestigt wurde. Ein Katheterwechsel erforderte jedoch einen steril durchzuführenden ärztlichen Eingriff. Obwohl dies noch sehr kompliziert anmutet, waren die Erfolge dieser Therapieform sichtbar. So dass der Weiterentwicklung nichts mehr im Wege stand. In Deutschland waren Renner und Hepp zwei Wissenschaftler die sich dem widmeten.

In den 80er Jahren gab es eine Reihe von wichtigen Weiterentwicklungen: Anfang des Jahrzehnts wurde in den USA die Pumpe Auto-Syringe AS 6C mit variabler Fördergeschwindigkeit entwickelt. Die Promedos Pumpen von Siemens ging als einer der ersten dahin implantierbar zu werden. Dafür entwickelte man die sogenannte Rollerpumpe. Die CPI 9100 war eine der ersten Insulinpumpen, 1982, welche über eine individuell programmierbare Basalrate verfügte, welche lustiger weise jedoch jeden Abend neu eingestellt werden musste, da sie noch kein speicherfähigen Datenspeicher hatte (RAM). In den 80er Jahren kamen immer mehr Insulinpumpen heraus, welche einzelne heute bekannte Features einführten: Bspw. die Nordisk Infuser, welche als erste die Nutzung vorgefertigter Ampullen erlaubte. Die Dahedi RW90/91, eine in Holland Mitte der 80er Jahre erschienene Pumpe, war die erste kleinere Insulinpumpe, die dazu auch noch leicht zu bedienen war und so vor allem bei Frauen gut angenommen wurde. Was bei der CPI 9100 noch das Problem war, wurde bei der Hoechst MRS1-Infusor gelöst. Die stündlich über einen Tag programmierbare Basalrate konnte, zwar zu Beginn nur vom Arzt, einprogrammiert werden. Für die gleiche Pumpe wurde auch das erste Pumpeninsulin H-Tronin entwickelt. Dieses war durch den Zusatz von oberflächenaktiven Stoffen stabiler im Fluss durch Ampulle, Katheter und Kanüle. Das Pumpeninsulin wurde zum heutigen Insuman Infusat weiterentwickelt. Die MiniMed 507, erschienen im Jahre 1996, enthielt als Erste einen verlängerten Bolus, womit der zweite große Vorteil der Pumpentherapie, die Anpassung an lang verdaulichen Kohlenhydraten, eingeführt wurde.

Nutzergrößen: Die erste Zählung von Insulinpumpenträger war 1991 mit ca. 4000 veranschlagt worden. Im Jahre 1995 waren es schon 10.000, während 2003 die Zahl auf 40000 und weltweit auf 200.000 geschätzt wurde.